Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 13 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mitbestimmung bei Bildschirmarbeit eingeschränkt

Arbeit Mitbestimmung bei Bildschirmarbeit eingeschränkt

Richtet der Arbeitgeber Arbeitsplätze mit Bildschirmen ein, muss er darauf achten, dass sie gesundheitsgerecht sind. Dazu gehört, dass die Qualität der Bildschirme und die Ergonomie passen. Der Betriebsrat darf mitbestimmen - innerhalb gewisser Grenzen.

Voriger Artikel
Chef darf Arbeitszeit und Gehalt nicht einseitig kürzen
Nächster Artikel
EuGH: Altersgrenze für Berufspiloten ist rechtmäßig

Das Arbeitsschutzgesetz sieht vor, dass die Bildschirme, die ein Arbeitgeber am Arbeitsplatz einrichtet, nicht die Gesundheit der Mitarbeiter beeinträchtigen dürfen.

Quelle: Jan Woitas

Berlin. Der Betriebsrat kann mitbestimmen, wenn ein Arbeitgeber Arbeitsplätze mit Bildschirmen ausstattet. Vorausgesetzt, es geht um Maßnahmen mit einem gewissen Handlungsspielraum.

Eine vorherige Gefährdungsbeurteilung, die sonst zentrales Element bei der Umsetzung von Arbeitsschutzmaßnahmen ist, sei in diesem Fall allerdings nicht zwingend nötig. Darauf weist der Bund-Verlag hin und bezieht sich auf eine Entscheidung des

Landesarbeitsgerichts (LAG) Niedersachsen (Az.: 13 TaBV 109/15). Denn der Arbeitgeber kann auch über andere Wege Erkenntnisse über die geeigneten Maßnahmen sammeln - etwa durch Mitarbeiterbefragungen, Arbeitsplatzbegehungen oder anhand von technischen Normen.

Erbringen Arbeitnehmer im Betrieb eines Kunden beispielsweise IT-Dienstleistungen, ist ihr Chef nicht für die Umsetzung der Bildschirmverordnung im Kundenbetrieb zuständig (Paragraf 4, Abs. 1). Er kann nicht dazu verpflichtet werden, dass Arbeitsmittel und -umgebung den Anforderungen entsprechen, die er mit dem Betriebsrat für den eigenen Betrieb vereinbart hat.

Der Arbeitgeber des Kundenbetriebs muss sich selbstständig darum kümmern. Aus dem Arbeitsschutzgesetz (Paragraf 8 Abs. 1) ergibt sich, dass er bei entsprechenden Gesundheitsmaßnahmen zu einer engen Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat verpflichtet ist. Denn entscheidend ist, dass die Gesundheit der Beschäftigten nicht gefährdet wird.

Die Bildschirmarbeitsverordnung wurde vor kurzem in die Arbeitsstättenverordnung integriert.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Arbeitsrecht
Der Ratgeber Recht auf LVZ.de wird präsentiert von WKR Germany

WKR steht für „Wir Können Recht", einem Motto, welches sich die WKR Germany LLP verpflichtet hat. Die Rechtsanwaltskanzlei sitzt in Leipzig und konzentriert sich auf Verbraucherrecht in Mitteldeutschland. Mit derzeit neun Rechtsanwälten und als Partnerkanzlei von geblitzt.de ist sie deutschlandweit bekannt. Weitere Informationen finden Sie unter www.kanzlei-leipzig.de. mehr

  • Sparkassen-Kalender
    Die Sparkasse Leipzig sucht für Ihren Kalender 2018 farbenfrohe Fotos

    Es war keine leichte Entscheidung für die Jury. Aus 230 Motiven wählten die Experten die besten "Farbspiele" aus Leipzig und der Region.... mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Panometer Leipzig - Dresden
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Titanic" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zu den Panoramen "Titanic" und "Dresden im Barock" mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr