Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° heiter

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Krankhafte "Tierhorter" brauchen medizinische Hilfe

Tiere Krankhafte "Tierhorter" brauchen medizinische Hilfe

Immer wieder kommt es zu Fällen von "Animal Hoarding": Menschen horten krankhaft Tiere an, ohne sich richtig um sie zu kümmern. Diese Krankheit müsse besser erkannt und betreut werden, fordert der Tierschutzbund Rheinland-Pfalz. Sonst drohen immer wieder Rückfälle.

Voriger Artikel
Hunden die Pfoten abspülen
Nächster Artikel
Naturschützer werben für mehr Toleranz gegenüber Spinnen

Ein Halter lebte in einer winzigen Wohnung mit 500 Wellensittichen zusammen. Nachdem Tierschützer die Vögel befreit hatten, kamen sie in einem Tierheim unter.

Quelle: Carmen Jaspersen

Trier. Aus vermeintlicher Tierliebe halten sie Dutzende Hunde, Katzen, Nager oder Vögel - ohne angemessene Versorgung bis zur völligen Verwahrlosung: "Tiersammler", die unter der krankhaften Sucht leiden, Tiere zu horten.

Bis zu 20 Fälle des

"Animal Hoardings" werden im Jahr allein in Rheinland-Pfalz bekannt, sagt der Landesvorsitzende des

Tierschutzbundes, Andreas Lindig, in Trier. Betroffene bräuchten unbedingt medizinische Hilfe: "Wenn sie nicht betreut werden, begeben sie sich an einen anderen Ort und fangen wieder an, irgendwelche Tierarten anzusammeln."

Es sei diesen Menschen nicht bewusst, "dass sie den Tieren etwas Schlechtes tun". Auch wenn schon tote Tiere in der Wohnung lägen, begriffen sie nicht, dass sie mit der Haltung überfordert seien. In diesen Fällen komme es zur Beschlagnahmung der Tiere. Im vergangenen Sommer musste das Trierer Tierheim nach Tierhortungen innerhalb von wenigen Wochen rund 100 Tiere aufnehmen, darunter mehr als 40 Hunde. Lindig erinnert sich an eine andere Räumung in Trier vor ein paar Jahren - mit mehr als 100 Meerschweinchen darin.

Betroffene dürften nach einer Räumung durch ein Veterinäramt nicht aus dem Blick verloren werden, mahnt Lindig. Bislang fehle "da der Moment, wo die Personen an einen Arzt oder Psychologen übergeben werden, der dann auch therapiert". Dann könnte man eventuell verhindern, dass sie rückfällig würden.

Zudem müsse die Kommunikation zwischen den Veterinärämtern verbessert werden, fordert der Tierschützer. Wenn der Betroffene in ein anderes Bundesland ziehe, sei dort häufig unbekannt, dass ein Tierhalteverbot gegen ihn vorliege.

""Animal Hoarding" ist eine Krankheit, kein Hobby, keine Leidenschaft. Da kann man mit dem Wegnehmen der Tiere nichts erreichen, sondern muss dieser Person auch medizinisch helfen." Der Tierschutzbund setze sich seit längerem dafür ein, dass das Sammeln von Tieren als Krankheit erkannt werde. Solche Fälle gebe es bundesweit.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuelles
  • Touristik & Caravaning
    Themen, Tickets, Öffnungszeiten: Die wichtigsten Infos zur Messe Touristik & Caravaning (TC) 2017 im Special auf LVZ.de

    Urlaubsstimmung im Novembergrau: Alle Infos und News zur Reisemesse Touristik & Caravaning (TC) 2017 in unserem Special. mehr

  • Schauspiel Leipzig
    Mikrologo Schauspiel Leipzig

    Theater in Leipzig: Höhepunkte, Premieren, Spielplan und Angebote der Spielzeit 2017/2018 im Schauspiel Leipzig. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Leipzig Wiederentdeckt
    Leipzig Wiederentdeckt

    Die 13 Filme schildern eine einzigartige Zeitreise durchs 20. Jahrhundert der Stadt Leipzig – von den Anfängen des Films bis zur Wendezeit. Mit bis... mehr

  • Leipzig-Album
    Leipzig-Album

    Welche Ereignisse sind den Bürgern der Messestadt besonders in Erinnerung geblieben, welche Orte oder Gebäude sind verschwunden oder haben sich gew... mehr