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Weihnachtsleckereien gehören nicht in den Hundenapf

Achtung - giftig! Weihnachtsleckereien gehören nicht in den Hundenapf

Leckereien wie Schokolade, Nüsse, Rosinen und Kaffee können für Hunde gefährlich werden und zu ernsthaften Vergiftungserscheinungen führen. Deshalb sollten Hundehalter darauf achten, alle Lebensmittel aus der Reichweite ihrer Hunde zu räumen und nicht vom Tisch zu füttern.

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Quelle: Andreas Röse

Da sich der menschliche Stoffwechsel von dem eines Hundes wesentlich unterscheidet, sind einige Lebensmittel, die für Menschen unbedenklich sind, für Hunde giftig. Dennoch werden Hunden manchmal ungeeignete Nahrungsmittel angeboten oder diese werden gefressen, wenn der Hund unbeobachtet im Raum ist. Deshalb ist es sinnvoll zu wissen, welche Lebensmittel für Hunde schädlich sind uns was im Ernstfall zu tun ist.

Schokolade ist aufgrund des im Kakao enthaltenen Theobromins giftig und sollte in seiner Wirkung nicht unterschätzt werden, da Hunde den Inhaltsstoff nicht verwerten können. Die Folge sind Zittern, Kreislaufbeschwerden und Verdauungsprobleme. Bei kleinen Hunden kann eine Tafel Zartbitterschokolade sogar tödlich enden. Auch die wiederholte Aufnahme kleiner Mengen über längere Zeit kann problematisch werden und Herzschäden verursachen.

Auch der Verzehr von Weintrauben und Rosinen kann für Hunde lebensbedrohlich sein, da Schäden an der Niere hervorgerufen werden. Besondere Vorsicht ist bei Rosinen geboten, da sie den toxischen Stoff in konzentrierter Form enthalten, weshalb eine hohe Dosierung zu Nierenversagen und letztlich zum Tod führen kann.

Ebenso ist das in Macadamia-Nüssen und Fruchtkernen enthaltene Amygdalin für Hunde giftig. Auf Walnüssen ist es dagegen ein Pilz, der sich häufig unerkannt auf der Schale befindet, und für Hunde toxisch wirkt. Auch die in Zwiebelgewächsen wie Knoblauch, Zwiebeln und Lauch enthaltenen Schwefelverbindungen haben eine toxische Wirkung. Sie greifen die roten Blutkörperchen an und zerstören sie. Deshalb sollte auch auf die Verwendung von Präparaten mit Knoblauch zur vermeintlichen Bekämpfung von Zecken verzichtet werden. Bereits fünf Gramm Knoblauch je Kilogramm Körpergewicht können Vergiftungserscheinungen beim Hund hervorrufen.

Tabak und koffeinhaltige Getränke wie Kaffee sind ebenfalls für Hunde giftig, da sie Koffein nicht verstoffwechseln können. Deshalb bleibt der Giftstoff lange im Körper, die Folgen können unter anderem neurologische Schäden und Herzrhythmusstörungen sein. Hundebesitzer sollten auch darauf achten, dass ihre Hunde nicht aus Pfützen trinken, in denen Zigaretten schwimmen, da auch kleinere Mengen zu einer Nikotinvergiftung führen können, die mit Krämpfen, Erbrechen und Speicheln einhergeht.

Auch Avocados gehören nicht in den Hundenapf, denn sie enthalten Persin. Der Giftstoff kann bei Hunden zu Atemnot, Verdauungsstörungen und Herzmuskelschäden führen. Milch kann in zu hohen Dosen ebenfalls zu Verdauungsproblemen führen, da das Enzym Laktase, das für die Spaltung der in Milchprodukten enthaltenen Laktose wichtig ist, vor allem bei adulten Hunden weniger aktiv ist. Joghurt oder Quark werden zwar auch bei Magenproblemen gefüttert, fördern jedoch nur in begrenzten Mengen die Gesundheit.

Weniger bekannt ist, dass auch rohe Eier nicht für Hunde geeignet sind. Während hartgekochte Eier gefüttert werden können und reich an Nährstoffen sind, enthält das Eiklar von rohen Eiern die Stoffe Avidin und Trypsininhibitoren. Diese behindern die Verdauung wichtiger Nährstoffe, was bei regelmäßiger Gabe zu Mangelerscheinungen führen kann.

Stellen Hundebesitzer Vergiftungserscheinungen bei ihrem Hund fest, sollten sie sofort ihren Tierarzt aufsuchen. Um zu verhindern, dass Hunde Lebensmittel aufnehmen, die für sie ungeeignet sind, sollten Hundehalter zum einen alles außer Reichweite legen, was Hunde womöglich aufnehmen könnten. Andererseits sollte auf die Gabe von Lebensmitteln vom Tisch oder Essensresten verzichtet werden, was auch zur Überversorgung mit Energie beziehungsweise Fehlversorgung mit Nährstoffen führen kann. Um gesundheitlichen Schäden vorzubeugen, sollten Hunde ein Futter bekommen, das speziell auf ihren Energie- und Nährstoffbedarf abgestimmt ist.

Stefanie Schmidt, Tierärztin beim Leipziger Hundefutterhersteller Futalis

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