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100 Millionen Euro für Altstadtsanierung in 25 Jahren

Altenburg 100 Millionen Euro für Altstadtsanierung in 25 Jahren

Im Altenburger Rathaus wurde am Sonnabend eine Ausstellung zur Städtebauförderung eröffnet. In den letzten 25 Jahren profitierte Altenburg von dem Topf und erhielt 100 Millionen Euro. Das Programm können nicht nur Kommunen, sondern auch private Investoren anzapfen.

OB Michael Wolf plaudert am Rand der Ausstellung mit den Besuchern der Schau.

Quelle: Jörg Reuter

Altenburg. Die Städtebauförderung gehört zu den wichtigsten wirtschaftsfördernden Maßnahmen überhaupt, erklärte Oberbürger Michael Wolf (SPD) aus Sicht seiner Stadt. Altenburg zähle zu den Kommunen, die thüringenweit mit das meiste Geld aus dem Bund-Länder-Programm erhalten haben. Die positiven Effekte für die Stadt und ihre Bürger könnten gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, so Wolf am Sonnabend zur Eröffnung einer kleinen Ausstellung im Rathaus anlässlich des bundesweiten Tages der Städtebauförderung.

Rund ein Dutzend Schautafeln dokumentieren, was mit den Mitteln der Städtebauförderung in Altenburg erreicht wurde. Bis Freitag kann die Schau zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. In den vergangenen 25 Jahren konnten mit Hilfe dieses Programms etwa 100 Million Euro in die Sanierung historischer Bausubstanz oder den Ausbau von Straßen und Plätzen in Altenburg investiert werden, erklärte der Oberbürgermeister. „Das ist eine gigantische Summe“, so Wolf, der betonte, dass darin weder die Kosten für die Entwicklung der Plattenbau-Siedlungen wie Altenburg-Nord noch das Geld, das bis jetzt ins Schloss geflossen ist, enthalten sei. Dank des Programms konnten architektonische Kleinode in Altenburgs Altstadt erhalten und modernisiert, Kreisverkehre gebaut und Straßen erneuert werden. Was nicht zuletzt auch zahlreiche Arbeitsplätze in Bauunternehmen sichert.

„Noch wichtiger sind aber die Effekte für das Stadtbild und unsere Einwohner“, schätzte Wolf ein. Der Rathauschef nannte unter anderem das Quartier um den Nikolaikirchturm, in das über eine halbe Million Euro floss und das heute zu den Schmuckstücken zählt. Wolf verwies auch auf die Schulen. So waren allein für die Sanierung des Dachs der Erich-Mäder-Schule fast 900 000 Euro nötig. Eine Stadt wie Altenburg könnte sich ohne solche Förderprogramme derartige Ausgaben nicht leisten, so Wolf. Und das unabhängig vom Eigenanteil, den die Kommune aufbringen muss, um Fördergelder zu erhalten. Dessen Höhe schwanke, erklärte der Rathauschef. Am geringsten ist die Förderquote übrigens bei Maßnahmen an Schulen, wo durchschnittlich nur 24 Prozent der Kosten gefördert werden.

Die Städtebauförderung sei in der Öffentlichkeit viel zu wenig bekannt, so Wolf. Dazu gehöre, dass neben der Kommune auch private Investoren Mittel aus dem Programm erhalten können und in der Vergangenheit auch davon profitierten. Darunter sind Genossenschaften wie die AWG und die SWG genau wie Einzelinvestoren.

Einer wird Chriopher Smith werden. Ihm gehört das Reichenbachsche Stadtpalais am Weibermarkt 15/16. Smith und Wolf nutzten die Ausstellungseröffnung zur Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen Stadt und Investor über die weitere Sanierung des historischen Objektes. Smith bekommt dafür rund 400 000 Euro, die die Stadt aus der Städtebauförderungen finanziert.

Von Jörg Reuter

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