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Altenburg OB-Kandidat Andrè Neumann setzt auf Emotionen
Region Altenburg OB-Kandidat Andrè Neumann setzt auf Emotionen
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14:23 12.03.2018
André Neumann wird von der CDU am Donnerstag im Parkhotel offiziell als OB-Kandidat nominiert. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Mit stehenden Ovationen und einer 100-prozentigen Zustimmung für ihren Kandidaten haben die Altenburger Christdemokraten am Donnerstag zum Sturm auf das Rathaus geblasen. Unter den Applaudierenden befand sich auch Johannes Ungvàri, der letzte CDU-Oberbürgermeister, der vor 18 Jahren abgewählt wurde und es liebend gern sehen würde, wenn sein Schützling ins Rathaus einzieht. „Wenn wir es jetzt nicht schaffen, dann schaffen wir es nie“, rief Windischleubas Gemeindeoberhaupt Gerd Reinboth seine Parteifreunde dazu auf, die Schmach von vor 18 Jahren endlich auszumerzen, als die Union nicht nur den Posten des OB verlor, sondern auch den des Landrats.

Neben einer kritischen Bilanz des Amtsinhabers und der Ankündigung seiner Ziele legte Neumann viel Wert auf Emotionen. „Altenburg ist meine Leidenschaft“, sagte der 40-Jährige. Ihm tue es weh, wenn eine Stadt „wie die unsere unter ihren Möglichkeiten bleibt.“ Bei dieser Wahl gehe es nicht nur um ihn. „Es geht um ein lebendiges Altenburg“, das lebens- und liebenswert für alle Generationen sei, mit Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftssinn. Als leidenschaftlicher Halbmarathonläufer sei er niemand, der sich von Hürden auf einem Weg aufhalten lasse.

Bei seinen Zielen für Altenburg lässt sich der Familienvater vom deutschen Verleger Friedrich Arnold Brockhaus leiten, der nach einem fünfmonatigen Aufenthalt 1811 in Altenburg schwärmte, dass er in dieser Zeit mehr erlebt habe, als mancher in seinem ganzen Leben. Um dorthin zu gelangen, zählte Neumann unter anderem preisgünstigen Wohnraum, attraktive Kitas und Schulen, ein besseres überregionales Image, Sicherheit, Sauberkeit, ein schnelles Internet, bessere Radwegeanbindungen, gepflegte Park- und gebührenfreie Sportanlagen sowie einen lebendigen Markt auf. „Altenburg muss aus der Isolation heraus“, weshalb sich das schlechte Verhältnis zu den Umlandgemeinden dringend verbessern müsse. Das spürbar fehlende Bauland für Neubürger will Neumann unter anderem auch mit den Nachbarorten entwickeln.

Von Jens Rosenkranz

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