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Altenburg 115 Kilogramm Ammoniak bei Havarie im Schlachthof ausgetreten
Region Altenburg 115 Kilogramm Ammoniak bei Havarie im Schlachthof ausgetreten
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17:02 27.04.2018
Zu einer Havarie war es am 20. April im Schlachthof Altenburg gekommen. Quelle: Jens Rosenkranz
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Altenburg

Nach der Havarie im Schlachthof hat das Thüringer Amt für Arbeitsschutz seine Untersuchungen aufgenommen. Am 20. April war im Betrieb am Altenburger Stadtrand über eine Stunde lang das giftige Kühlmittel Ammoniak ausgetreten (die OVZ berichtete). Zumindest ein Mitarbeiter erlitt dabei Verätzungen an den Unterarmen und klagte über Atemnot.

Eine Mitarbeiterin der Arbeitsschutzbehörde führte daraufhin am Mittwoch dieser Woche eine Vorort-Kontrolle durch. Als Ursache der Havarie habe sie ein defektes Ventil festgestellt. Das geht aus einer Antwort des Amtes auf eine OVZ-Anfrage hervor. Danach habe der Monteur einer Fremdfirma den Ammoniak-Geruch bei der Installation einer Wasserleitung bemerkt. „Das defekte Ventil wurde unmittelbar nach der Entdeckung repariert. Es traten in der Zwischenzeit circa 115 Kilogramm Ammoniak aus dem System aus“, heißt es in der Antwort.

Diese Einschätzung des Amtes steht im Gegensatz zu der der Feuerwehr, die das Ventil erst nach Alarmierung des Gefahrgutzuges nach etwa einer Stunde und 15 Minuten schließen konnte. Nach Ansicht des Amtes sei es zu keiner schweren Verletzung und damit auch zu keinem schweren Arbeitsunfall gekommen.

Die Schlachthofleitung konnte bei der Kontrolle allerdings keine TÜV-Bescheinigung für die Kühlleitung vorlegen. Das sollte sie nun bis zum Freitag nachholen. Nach Sichtung dieser Unterlagen könne eingeschätzt werden, ob das Unternehmer gegen Pflichten verstoßen hat.

OVZ-Informationen zufolge soll Materialermüdung zur Beschädigung des Ventils geführt haben. So etwas könne schon mal passieren, sagte ein Firmensprecher.

Von Jens Rosenkranz

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