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Altenburg 127 Jahre und kein bisschen müde
Region Altenburg 127 Jahre und kein bisschen müde
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05:05 09.05.2017
Eingeschworene Philatelistenrunde in Altenburg: Paul Stetefeld, Ebert Diebold, Volker Vana, Jürgen Klubsch, Ulrich Sippel, Manfred Otto und Hartwig Lesch (v.l.). Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Auf eine lange Tradition blicken die Mitglieder der Altenburger Briefmarkenfreunde zurück. Bereits 1890 gründeten etwa 20 Mitstreiter rund um den Altmeister der Philatelie, Arthur Ernst Glasewald aus Gößnitz, den Verein.

Den Zweiten Weltkrieg und die Wendezeit überdauerte der Verein und ist bis heute aktiv. Wenn auch nicht mehr so, wie es noch vor einigen Jahren der Fall war. „Seit etwa zwei Jahren gibt es keine Tauschtage im Altenburger Hof mehr“, sagt Volker Vana, Vorsitzender des Vereins.

Das ist zum einen dem fortgeschrittenen Alter der Mitglieder geschuldet, und zum anderen natürlich der Tatsache, dass der Altenburger Hof geschlossen hat. „Dort haben alle Umstände gepasst, das Licht, die Räume und die Miete.“

Um das Hobby aber nicht ganz an den Nagel zu hängen und sich weiterhin gemeinsam auszutauschen, finden die Treffen im Seniorenclub in der Altenburger Heinrich-Heine-Straße 28 weiterhin statt.

„Bei Briefmarken geht es ja um viel mehr als einfach nur Marken in einem Sammelalbum“, erklärt Vana. So werden oft thematische Sammlungen und postgeschichtliche Sammlungen zusammengetragen. „Dies alles erfordert ein umfassendes Wissen – zum Thema, der Historie, dem Zustand der Marken, Briefe und Stempel, einschließlich der Beförderungswege der Post.“

Außerdem gehört die Auseinandersetzung mit Fachliteratur und Katalogen zum Beschäftigungsfeld eines Philatelisten. Ebenso darf nicht außer Acht gelassen werden, dass das Hobby – genau wie jedes andere – Geld kostet. „Deswegen wollen wir unseren Mitgliedsbeitrag so niedrig wie möglich halten und berechnen diesen mit 12 Euro im Jahr“, erklärt Vana.

18 Mitglieder zählt der Verein derzeit. Etwa sechs Mitglieder kommen regelmäßig zu den Treffen. „Wie viele Vereine haben wir natürlich Nachwuchssorgen.“ Jeder ist bei den Philatelisten willkommen, denn zusammen sammelt es sich besser als allein. „Unsere Türen stehen natürlich auch all denjenigen offen, die Briefmarken sammeln, aber bisher in keinem Verein waren.“ Bei Fragen rund um Sammlungen oder bei purer Neugierde – jeder kann vorbei kommen. „Immer am zweiten und vierten Montag im Monat treffen wir uns gegen 15 Uhr“, so der Rentner.

Von Tatjana Kulpa

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