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Altenburg 148 Wohnungen im Kreis neu gebaut
Region Altenburg 148 Wohnungen im Kreis neu gebaut
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10:08 09.07.2018
148 Wohnungen wurden im vergangenen Jahr im Altenburger Land neu gebaut Quelle: dpa
Altenburg

Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: Im Landkreis Altenburger Land sind im vergangenen Jahr 148 Neubauwohnungen entstanden – 58 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern. 2017 wurden damit zehn Prozent weniger neue Wohnungen gebaut als noch im Vorjahr. Darauf weist das Verbändebündnis Wohnen hin, in dem sich Baugewerkschaft IG Bau und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt.

Insgesamt haben die Bauherren im Landkreis Altenburger Land demnach im vergangenen Jahr 45,4 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn die Wohnraum-Offensive der Bundesregierung klappen soll“, sagt Mirko Hawighorst (IG Bau) vom Verbändebündnis Wohnen.

Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr lediglich nicht einmal 285 000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375 000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Thüringen noch bundesweit aus“, so Hawighorst.

Bund, Land und Kommunen sollten mehr tun

Das Verbändebündnis Wohnen fordert daher jetzt den Bund, das Land Thüringen und auch die Kommunen auf, mehr für den Wohnungsbau zu tun. Vor allem für den bezahlbaren Wohnraum. „Gerade für den sozialen Wohnungsbau muss deutlich mehr getan werden. Ebenso für den Neubau von Wohnungen, bei denen sich die Menschen die Miete auch leisten können“, so Hawighorst.

Auch das Wohneigentum im Kreis Altenburger Land müsse endlich wieder effektiv gefördert werden. „Es müssen sich wieder mehr Menschen die eigenen vier Wände leisten können – vom Maurer bis zur Industriekauffrau. Handwerker, die Wohnungen bauen, sollten auch in der Lage sein, sich eine eigene Wohnung anzuschaffen“, so das Bündnis Wohnen.

An die heimischen Bundestagsabgeordneten appelliert das Wohn-Bündnis, dem Wohnungsbau jetzt die „politische Power“ zu geben, die der Bau braucht. „Es kommt darauf an, dass die Bundestagsabgeordneten aus dem Kreis Altenburger Land und ganz Thüringen in Berlin Farbe bekennen. Sie müssen sich für ein deutlich dickeres Baupaket im nächsten Bundeshaushalt stark machen, von dem dann auch die Menschen im Kreis Altenburger Land mehr profitieren“, sagt Hawighorst.

Von ovz

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