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Altenburg 150 Jahre Schulgeschichte geballtin einem einzigen Klassenzimmer
Region Altenburg 150 Jahre Schulgeschichte geballtin einem einzigen Klassenzimmer
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20:15 20.04.2015
Eine Ausstellung in einem Klassenraum dokumentiert seit gestern die 150-jährige Geschichte der Altenburger Schule für Wirtschaft und Soziales. Quelle: Mario Jahn

In der Platanenstraße, wo sich jene traditionsreiche Bildungsstätte mit derzeit 850 Schülern in zwei Häusern befindet.

Mit einer ganzen Festwoche feiern seit gestern Lehrer- und Schülerschaft sowie zahlreiche Ehemalige das hohe Jubiläum. Auftakt war gestern die Eröffnung eben jener kleinen Ausstellung. "Schüler haben unter anderem im Staatsarchiv selber recherchiert und zahlreiche Fakten zu den einst vier getrennten Schulen festgehalten, aus denen 1997 die Wiso hervorging", sagt Pia Desenik, die seit Jahren die Chronik der Schule führt und das Projekt gemeinsam mit den Lehrerinnen Turkina Schober sowie Elke Glöckner betreute und umsetzte. Dieses Verdichten der gesammelten Fakten sei dann das wohl schwierigste gewesen.

Sozusagen als Herzstück ist dabei ein Zeitstrahl herausgekommen, der in der Schau eine ganze Wand des Klassenzimmers einnimmt. Auf dem finden sich alle wichtigen Fakten der am 23. April 1865 mit gerade acht Schülern gegründeten Handelsschule zu Altenburg sowie der drei später mit ihr vereinigten Bildungsstätten, der Fachschule für Verkehrstechnik, der Ingenieurschule für Papier- und Verpackungstechnik und der Fachschule für Sozialpädagogik, wieder.

Außerdem sind in der kleinen wie informativen Schau eine ganze Menge zeitgenössischer Dokumente, Fotos und Arbeitsmaterialien zu sehen. Bis auf einige wenige Leihgaben fand sich alles im schuleigenen Archiv. Bemerkenswert ist dort beispielsweise jene kleine Zeitreise durch Bürowelten von der mechanischen Schreibmaschine aus den Anfängen des 19. Jahrhunderts bis hin zum modernen PC. Zur gestrigen offiziellen Eröffnung schauten auch viele ehemalige Schüler und Lehrer in der Bildungsstätte vorbei. Für die Ausstellungsmacher wohl das größte Lob war der Fakt, dass sich etliche der Neugierigen auf alten Fotos höchstpersönlich wiederfanden oder noch selber manches mittlerweile schon sehr in die Jahre gekommene Ausbildungsgerät nutzten.

Für Schulleiter Herbert Fechner, der als studierter Geschichtslehrer die Ausstellung schon vorab in Augenschein genommen und für sehr gelungen eingeschätzt hatte, war vor allem dieser hohe Wiedererkennungseffekt wichtig: "Mit unserem einwöchigen Schuljubiläum, zu der auch diese Ausstellung gehört, wollen wir ja auch besonders auf uns aufmerksam machen und zeigen, dass die Schule ein ganz wichtiges Stück Infrastruktur dieser Stadt ist", sagte er.

Dass dies keine Übertreibung ist, belegt allein eine Zahl jüngeren Datums: In den zurückliegenden 18 Jahren hatte die Wiso mehr als 8000 Absolventen.

Jörg Wolf

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