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Altenburg 151 Firmen machen beim Tag der Berufe mit
Region Altenburg 151 Firmen machen beim Tag der Berufe mit
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00:34 17.03.2018
Konkret den Beruf des Mechatronikers erleben – das war beim Tag der Berufe in der Altenburger Spielkartenfabrik möglich. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Überall rattert es im Hintergrund, Schachteln mit Brettspielen fahren über Fließbänder, dazwischen stapeln sich Kartons. Die Produktionshalle der Altenburger Spielkartenfabrik ist eine Welt für sich. Alles beherrschend sind die verschiedenen Maschinen. Stehen sie still, stoppt auch der Betrieb – und dann kommen diejenigen ins Spiel, die diese Maschinen verstehen, die sie warten und pflegen: die Mechatroniker. Beim gestrigen Tag der Berufe wurde unter anderem dieser Job interessierten Jugendlichen vorgestellt.

„Ich interessiere mich seit Beginn deses Schuljahres für den Beruf des Mechatronikers“, erzählt Lucas aus Altenburg. Der 14-Jährige könnte sich vorstellen, in zwei Jahren eine Ausbildung zum Mechatroniker zu beginnen und möchte sich darüber nicht erst kurz vor knapp informieren.

Konkrete Anschauung statt Internetrecherche

Genau das ist der Sinn des Aktionstages, der dieses Jahr zum 11. Mal in Sachsen-Anhalt und Thüringen stattfand. „Man kann nicht früh genug beginnen, sich zu orientieren“, sagt Yvonne Feistner von der Arbeitsagentur. „Manchmal gibt der Blick hinter die Kulissen schon einen sehr guten Einblick.“ Auf diese Weise könne auch verhindert werden, dass jemand einen Beruf wählt, der ihn nicht glücklich macht.

Der praktische Aspekt ist auch Simone Naumann, Ausbildungsverantwortliche in der Spielkartenfabrik, sehr wichtig. „Die jungen Menschen können heute aus so einer großen Vielfalt auswählen. Das ist schwierig. Ein Blick in die Praxis kann da enorm helfen“, sagt sie beim Rundgang durch die Produktionshalle. Lucas hört da gerade interessiert dem Ausbildungsleiter Andreas Brandt dabei zu, wie er die Maschinen erläutert. „Was im Internet steht, ist einfach nicht das gleiche wie das, was man hier sieht“, sagt der Schüler.

Ausbildungsleiter Andreas Brandt im Gespräch mit Nick und dessen Vater. Quelle: Mario Jahn

Nicht nur den Beruf des Mechatronikers konnten sich Jugendliche am Mittwoch in der Praxis anschauen. 151 Firmen nahmen im Bezirk der Arbeitsagentur Altenburg-Gera teil, 750 Jugendliche haben sich laut Feistner angemeldet. Die Jugendlichen zu erreichen, ist harte Arbeit: 11 000 Elternbriefe hat die Arbeitsagentur im Dezember versandt und auch anderweitig Werbung gemacht.

Insgesamt öffneten mehr als 1000 Betriebe in Sachsen-Anhalt und Thüringen ihre Werktore und Bürotüren. Der Tag hilft den Unternehmen auch, Werbung für ihre Ausbildungsstellen zu machen. Die Spielkartenfabrik Altenburg könne trotz demografischen Wandels und Fachkräftemangels momentan noch alle Ausbildungsstellen besetzen, sagt Doreen Bessel, Leiterin der Personalabteilung. „Doch es wird schwieriger“, fügt sie hinzu.

Jugendliche finden das Angebot gut

Auch Nick, der sich am Mittwoch über den Alltag eines Mechatronikers informierte, ist sich noch unsicher, welchen Beruf er später ergreifen will. „Es kann sich noch viel ergeben in den anderthalb Jahren bis zum Abi“, sagt der 17-Jährige. Den Tag der Berufe fände er aber gut. „So bekommt man konkrete Einblicke und erfährt, welche Voraussetzungen man für einen Beruf braucht. Das ist bei der Internetrecherche viel abstrakter“, sagt er.

Auch dem 13-jährigen Jannik gefällt das Angebot gut. Bis er sich für eine Ausbildung entscheiden muss, hat der Siebtklässler noch ein bisschen Zeit, aber er möchte sich vorbereiten. Mittwochnachmittag schaute er sich auch noch die Ausbildung zum Landwirt an.

Von Sophie Aschenbrenner

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