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17. Altenburger Museumsnacht zog Klein und Groß in ihren Bann

Publikumsmagnet 17. Altenburger Museumsnacht zog Klein und Groß in ihren Bann

Zum 17. Mal fand am Sonnabend die Altenburger Museumsnacht statt. Die Veranstaltung hat sich inzwischen fest im Kulturkalender der Skatstadt etabliert. An etlichen Stationen konnte Wissen und Geschichte mit Spiel und Spaß verbunden werden. Und es gab auch „Neulinge“ in diesem Jahr.

Im Schlossmuseum konnten die Besucher nicht nur zwischen den Exponaten Platz nehmen, sondern auch noch Streichmusik lauschen.

Quelle: Nicole Rathge-Scholz

Altenburg. Mittlerweile zum 17. Mal öffneten am Sonnabend ab 18 Uhr die Museen der Residenzstadt zur beliebten Museumsnacht. Hierbei steht neben Kunst und Exponaten auch ein umfangreiches Rahmenprogramm auf dem Abendplan, welches auch in diesem Jahr wieder viel Zuspruch fand.

Im Historischen Friseursalon konnten sich die Besucher in historischem Ambiente verschönern lassen und gleichzeitig leckere Drinks schlürfen. Das erste Mal war auch die Altenburger Destillerie und Liquerfabrik dabei. „Wir haben uns entschieden hier in die Destillerie zu kommen, weil das Angebot sehr interessant klang und die Örtlichkeit auch das erste Mal bei der Museumsnacht dabei ist“, erklärt Marion Steinhardt aus Kohren-Sahlis. „Die Museumsnacht ist sehr interessant und informativ und gibt eine gute Gelegenheit, Altenburg mal wieder in Ruhe zu besichtigen. Was mich wirklich erstaunt hat, dass hier in der Destillerie sogar Absinth abgefüllt wird, das hätte ich nicht vermutet“, so die Sächsin, die mit ihren Freunden die verschiedenen Liköre verköstigt.

„Wir sind erfreut, dass viele Leute den Weg zu uns gefunden haben. Wir sind mit gemischten Gefühlen an die Sache heran gegangen, weil wir doch schon ein Stück weg von den anderen Museen sind. Aber bis jetzt haben wir über 70 Besucher durch unsere Räumlichkeiten geführt und es ist gerade erst kurz nach 21 Uhr“, erzählt Elke Beyer,Mitarbeiterin im Werksverkauf, stolz. Aller halben Stunden fand eine Führung statt. Und jede zweite Führung war mit einem Quiz verbunden, bei dem der Sieger einen gefüllten Präsentkorb geschenkt bekam. „Ich denke wir werden auch im kommenden Jahr wieder mit dabei sein, denn die Gäste waren sehr interessiert.“

Viele wollten wissen, ob der Whisky selbst hergestellt wird. Die Mitarbeiter verrieten, dass der Whisky aus Schottland hier in Cherryfässern zwischengelagert wird.

Im Teehaus und der Orangerie gab es Kunst und Schauspiel zu erleben. „Der Ansturm ist super, unsere Ausstellung „1000 Jahre Altenburg-Eine Stadt auf den Beinen“ zieht die Leute magisch an“, so Frank Hammerschmidt vom Teehaus Altenburg Förderverein e.V., der sich auch freut, dass durch die Bilder zahlreiche Gespräche unter den Besuchern zustande kommen. Eine Etage weiter oben präsentierte die Künstler- und Wenzelgarde e.V. „Die Altenburger Stadtmauerstory“ mit viel Witz und Charme.

Zu einem Ausflug an das andere Ende der Erde wurde im Mauritianum geladen. Hier stand alles unter dem Zeichen Australiens. „Ich fertige mit den Besuchern Didgeridoos aus PE-Rohren an. Für das Mundstück nehmen wir Bienenwachs“, erklärt Didgeridoospieler Berndt-Michael Rassenberg und erläutert, dass die Rohre noch angemalt werden und dann aussehen wie echte Musikinstrumente aus Holz.

Sandra Braun aus Nobitz ist mit ihrer Familie gekommen und schwärmt vom Didgeridoo. „Wir haben uns als erstes für das Mauritianum entschieden, weil ich das Angebot gelesen habe und ich es toll fand“ so die Thüringerin. Sie und ihre Tochter bauten sich solch ein australisches Musikinstrument. „Ich werde meines ziemlich sicher in grün anmalen und kleine Degus aufpinseln“, ist sich die Mutter sicher, die die Museumsnacht eine gelungene Veranstaltung findet. „Vor allem für die Kinder ist es toll, so kann man Spaß und Spiel mit Wissen und Geschichte verbinden.“ Ihre Tochter Annika ist ebenfalls begeistert. „Es ist toll, dass es immer etwas zu basteln gibt, was man mit nach Hause nehmen kann.“

Im Lindenau-Museum konnten die Besucher kreativ werden und unter der Leitung der Mitarbeiter und Künstler des „Studios Bildende Künste“ eigenen Poster mit der Stenciltechnik herstellen. Unter dem Motto „Lindenau“ gab es verschiedene Schablonen, die den Mann beschrieben. Ob Astronom, Park oder Palermo, verschiedenen Wörter gab es, aus denen sich die Besucher neue Sätze auf ihr Poster malen konnten.

Ebenso gab es Musik und Tanzvorführungen sowohl im Lindenau-Museum wie auch im Schlossmuseum. Bei letzterem jagte ein Höhepunkt den nächsten. Man konnte zwischen den Exponaten verschiedenen Karten- und Brettspiele ausprobieren, Musik lauschen und einer Uhrenausstellung Aufmerksamkeit schenken. Bis in die Nacht hinein verschmolzen Spiel, Spaß, Kunst und Geschichte.

Von Nicole Rathge-Scholz

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