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176.000 Euro für St. Marien-Kirche in Ziegelheim

Kirchensanierung 176.000 Euro für St. Marien-Kirche in Ziegelheim

Seit Jahren sind die Ziegelheimer bemüht, Fördermittel für die Sanierung ihres Kirchturms zu bekommen, bisher ohne Erfolg. Nun haben Volkmar Vogel und Christian Hirte dafür gesorgt, dass 176.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes für die St. Marien-Kirche bereitstehen.

Vor der Ziegelheimer Kirche lassen sich Christian Hirte und Volkmar Vogel von Pfarrer Ulrich Becker und Kirchenvorsteher Hartmut Bartlich (v.r.) informieren.

Quelle: Marlies Neumann

Ziegelheim. Sie ist eine Landmarkte, die St. Marien-Wallfahrtskirche von Ziegelheim. Aus allen Richtungen ist der spätgotische Bau, der zwischen 1486 und 1511 entstand, weithin sichtbar. Deshalb war es für die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Volkmar Vogel und Christian Hirte am Dienstag auch kein Problem, das Gotteshaus zu finden. Die beiden Politiker, denen es gelungen war, für die weitere Sanierung der Kirche 176 000 Euro Fördermittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes flüssig zu machen, wollten sich vor Ort selbst ein Bild vom Zustand des Kulturdenkmals machen. Dabei ließen sie sich über die geplanten Baumaßnahmen informieren.

Schwerpunkt bei den Arbeiten sei die Sanierung des Kirchturms, der seit 2009 keine Spitze mehr hat, erklärte Architektin Elisabeth Scholz, die das Projekt seit Jahren begleitet. Auf die Kirchturmsanierung seien auch die Fördermittelanträge ausgelegt. Um finanzielle Mittel bemühe man sich schon seit Jahren, doch bisher ohne Erfolg, berichtete Kirchenvorsteher Hartmut Bartlich. Jetzt keimt in Ziegelheim endlich wieder Hoffnung auf, dass die denkmalpflegerische Maßnahme nun doch in absehbarer Zeit in Angriff genommen werden kann.

Allerdings ist das nicht ganz so einfach: Denn das aus dem 16. Jahrhundert stammende Bauwerk steht auf Thüringer Boden, befindet sich aber im Besitz der Landeskirche Sachsen und gehört zur Kirchgemeinde Waldenburg. Das ist eigentlich kein Problem. Nur wenn es um Baumaßnahmen geht, wird es kompliziert. Denn die Finanzierung der Sanierung erfolgt aus mehreren Töpfen. Die sächsischen Landeskirche hat Zuschüsse in Aussicht gestellt, wenn die beim Thüringer Denkmalschutz beantragten Fördergelder fließen, ist von Pfarrer Ulrich Becker zu erfahren. Weil aber aus Erfurt bisher noch keine Zusage für finanzielle Mittel vorliegt, ist seine Freude über die Bundesmittel noch gedämpft. „Voraussetzung für deren Fluss sind nämlich die Zuschüsse des Landes“, so Volkmar Vogel.

Die Kosten für die komplette Sanierung des Kirchturms beziffert die Architektin mit rund 350 000 Euro. Um den Preis zu halten, sollten die Arbeiten von oben nach unten erfolgen. So könne man, wenn in zwei Abschnitten gebaut werden müsste, bei den Kosten fürs Gerüst sparen. Alle Beteiligten würden sich aber dafür einsetzen, die Sanierung in einem Zug auszuführen. „Die größten Probleme haben wir bei dem Turm ganz oben. Denn das Türmchen ist seit 1904 nicht mehr saniert worden und auch die Holzkonstruktion wurde bisher nur teilweise erneuert“, berichtet Scholz, die darauf verweist, dass die Turmkrönung bereits seit sieben Jahren in einem Seitenraum der Kirche lagert. Ihr Abbau war damals nötig, weil sie nach einem Sturm herunterzufallen drohte.

Zur Instandsetzung des Turmdachs gehört unter anderem die Reparatur der Holzkonstruktion, besonders im Auflagebereich, wo auch der Schwamm zu bekämpfen ist. Fehlende Hölzer müssen ersetzt, die Dachdeckung und Verblechung erneuert werden. Die eingelagerte Turmbekrönung ist zu reparieren und die in der Laterne aufgehängte Uhrschlagglocke muss aus- und wieder eingebaut werden. Hinzu kommt die Sanierung der Fassade, zu der die Erneuerung des Außenputzes mit Anstrich, die Reparatur der Simse und Gewände gehören. Aber auch die Uhr bedarf einer Auffrischung.

„Mit der Sanierung des Kirchenschiffs ist bereits 2015 begonnen worden, um noch einen günstigen Preis für den Rochlitzer Porphyr zu sichern“, so die Architektin. Die weist zudem darauf hin, dass sich seit 1998 bereits einiges an dem Kulturdenkmal getan habe – das Dach wurde saniert, die Orgel restauriert und das Chorgestühl erneuert.

Von Marlies Neumann

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