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Altenburg 20 Händler bei der Meuselwitzer Sammlerbörse
Region Altenburg 20 Händler bei der Meuselwitzer Sammlerbörse
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00:29 11.06.2015
Kaufen, verkaufen und tauschen ist das Motto bei der 45. Meuselwitzer Sammelbörse im Saal der Bluechip-Arena. Quelle: Franziska Beer
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Meuselwitz

Der Organisator und Vorsitzende der Interessengemeinschaft Meuselwitzer Sammlerfreunde, Andreas Adler, blickte zufrieden in die Ausstellerrunde im Saal der Bluechip-Arena, wo sich 20 Händler eingefunden hatten. "Ein Sammlerfreund aus Heidenheim hatte die weiteste Anreise", berichtete Adler und dankte dem ZFC Meuselwitz, "der uns seit vielen Jahren den Saal zur Verfügung stellt". Angeboten wurde alles - von frisch geprägten Euromünzen über historische und seltene Geldstücke bis hin zu Papiergeld, Medaillen, Wertmarken und Postkarten.

"Der Reiz am Sammeln und die Freude über ein errungenes Stück sind ungebrochen", erzählte Adler, der seit vielen Jahren leidenschaftlich gern regionale Ansichtskarten zusammensucht. Dennoch beklagt er das "Aussterben der Briefmarken-Sammler" und den fehlenden Nachwuchs auf dem Gebiet. "Wenn gesammelt wird, dann sind es aufgrund ihres materiellen Wertes Münzen", weiß Adler. Dass er in der Branche als Fachmann gilt, ist bekannt, und so baten ihn viele Besucher, ihre mitgeführten Alben oder Postkarten zu schätzen. Auch Gert Rollfing, der aus Borna angereist war und ein Album mit Postkarten und einen seltenen Briefumschlag im Gepäck hatte. "Die Postkarten mit Motiven von Großstädten besitzen einen Wert von bis zu zwei Euro", sagte Adler, der das Album durchblätterte und dessen Wert auf insgesamt 30 Euro bezifferte. "Je kleiner der Ort, umso wertvoller ist die Karte."

Die Sammelleidenschaft hat auch ein Ehepaar aus Bayreuth gepackt. Den Stammgästen, die bereits zum 15. Mal an der Börse teilnahmen, gefällt die Atmosphäre in Meuselwitz. "Hier kennt man sich und weiß, womit die Konkurrenz so handelt", erzählte der 72-jährige Senior, der lieber inkognito bleiben wollte. Wertvolle Münzen, Medaillen, Abzeichen und Auszeichnungen bot das Paar an. Ein Interessent kaufte für 90 Euro zwei Medaillen mit Abbildungen der Befreiungskriege. Ein ganzes Album mit außergewöhnlichen Münzen erstand für 1200 Euro ein Duo aus Tschechien. Der Bayreuther ist sich sicher, dass die beiden das Album weiterverkaufen. Seinen wertvollsten Besitz zeigte der Numismatiker auch: eine Münze aus dem Jahre 1678 vom bayerischen Kurfürsten Ferdinand Maria, von der es schätzungsweise nur 50 Stück gibt. "Auf einer Auktion in München ist sie für 7500 Euro und in der Schweiz sogar für 17 000 Franken verkauft worden", wusste er zu berichten.

Franziska Beer

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