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Altenburg 20 Jahre Klinikum Altenburger Land: „Ein Kind der Einheit“
Region Altenburg 20 Jahre Klinikum Altenburger Land: „Ein Kind der Einheit“
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11:17 17.07.2017
Feierlicher Ausklang in der Cafeteria: Geschäftsführerin Gundula Werner, Bürgermeisterin Kristin Moos, Landrätin Michaele Sojka und Ministerin Heike Werner (v. l.). Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Diesen Freitag gab es im Klinikum Altenburger Land gleich zweifachen Anlass zum Feiern: Zum ersten wurde das 20-jährige Bestehen des Krankenhauses zelebriert, zum zweiten durften Patienten, Gäste und Angestellte erstmals die neu eingeweihte Cafeteria begehen, begutachten und nutzen.

Doch bevor bei Kaffee und Kuchen diskutiert und parliert wurde, lud die Führungsriege des Klinikums zur Feststunde in den Hörsaal ein. Den musikalischen Einstieg lieferte der Altenburger Klinikumschor, Geschäftsführerin Gundula Werner begrüßte im Anschluss die anwesenden Gäste: unter anderem Thüringens Gesundheits- und Sozialministerin Heike Werner, Landrätin Michaele Sojka, den ehemaligen Klinikums-Geschäftsführer Peter Jansen und Schmöllns Bürgermeister Sven Schrade. Die vergangenen 20 Jahre seien geprägt gewesen von einer kontinuierlichen Erweiterung, Angebotsdifferenzierung und Vervollständigung der technischen und medizinischen Infrastruktur, berichtete Gundula Werner, bevor sie das Wort den anderen Rednern übergab.

Der Festakt wurde zu einer Stunde der Erinnerungen. Erinnerungen an die Planung und den Bau des Klinikums, die frühen Jahre und all die Erfolge und Errungenschaften der vergangenen Zeit. Der Grundstein für all dies – das betonten sowohl Gundula Werner als auch der Aufsichtsratsvorsitzende Bernhard Blüher – sei die Friedliche Revolution gewesen. „Unser Krankenhaus ist ein Kind der Einheit“, lauteten die ersten Worte Blühers. Dem Bau eines neuen Klinikum sei im Jahre 1990 höchste Priorität zugekommen – „das stand ganz oben auf unserer Liste“ – und auch laut Michaele Sojka sei dies ein lang ersehnter Wunsch der Altenburger gewesen. Nach dem Grundstückserwerb mithilfe von zehn Millionen D-Mark aus ehemaligen SED-Mitteln war so der erste Krankenhausneubau aus rein öffentlichen Mitteln zustande gekommen. Am 16. Juli 1997 – vier Jahre nach Beginn der Planungs- und Prüfungsphase – wurde das Klinikum Altenburger Land endlich in Betrieb genommen. Es folgten Jahre des Aufschwungs und des Wachstums: Der Erwerb neuer Technik, die Eröffnung neuer Abteilungen wie des Medicums im Jahr 2013, jährlich 27 Ausbildungsstellen und tausende Patienten aus dem Altenburger Land und darüber hinaus, die hier behandelt wurden, sprächen für sich.

Mit mehr als 900 Mitarbeitern sei das Krankenhaus mittlerweile der größte Arbeitgeber im Landkreis – und zudem der Beweis dafür, „dass sich kommunale Trägerschaft und wirtschaftlicher Erfolg nicht ausschließen“, so Ministerin Heike Werner.

Dann endlich öffneten sich die Türen zur neuen Cafeteria, Speis und Trank luden zum gemütlichen Ausklang, Entspannung konnten Patienten und Besucher auf dem Freisitz finden. Außerdem bekamen die Gäste Gelegenheit, an Führungen durch die Technikzentrale und auf das Dach des Klinikums teilzunehmen. Der Ausbau des Krankenhauses ist damit aber noch lange nicht abgeschlossen: Am 1. August wird die neue Klinik für Pneumologie – also Lungenheilkunde – in Betrieb genommen.

Demografischer Wandel und Digitalisierung seien zudem die aktuellen Herausforderungen, denen man sich stellen müsse, so Gundula Werner. Der erste Schritt ist bereits getan: Seit 2016 werden die Patientenakten sukzessive digitalisiert – ein anspruchsvoller Kraftakt, der jedoch auch viel Potenzial berge, um die Behandlung der Patienten zu optimieren.

Doch trotz all der modernen Technik steht laut Bernhard Blüher im Klinikum nach wie vor eines im Vordergrund: der reale, analoge Mensch.

Von Christian Neffe

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