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21. Sportparty begeistert mit überraschenden Ehrungen und spektakulären Show-Einlagen

21. Sportparty begeistert mit überraschenden Ehrungen und spektakulären Show-Einlagen

Auf einer spannenden und emotionalen Sportparty sind am Sonnabend die Sportler, Mannschaften und Übungsleiter des Jahres 2011 gekürt worden.

Ziegelheim.

 

 

 

 

Von Thomas Haegeler und Jörg Wolf

Kurz nach 21.45 Uhr nähert sich die Stimmung in der rappelvollen Wieratalhalle dem Siedepunkt. "LSV, LSV", skandiert die Mehrzahl der gut 700 Gäste, während sich die Nominierten der Kategorie Mannschaft des Jahres im Scheinwerferlicht vor der Bühne versammeln. Doch Moderator Thomas Lopau macht die folgenden Minuten in bewährter Manier spannend. Der Radio-Mann verkündet mit dem Tischtennis-Team von Aufbau Altenburg den Drittplatzierten, der doppelten Grund zum Jubeln hat. Denn erst wenige Stunden zuvor sicherten sich die Männer um Kapitän Daniel Fehrle dank eines 8:8 gegen Leimbach den Klassenerhalt in Thüringens höchster Spielklasse. Nicht minder groß fällt die Freude der Ehrenberger Radballer aus, die nach ihrem Vorjahres-Sieg diesmal Zweiter geworden sind.

Der Titel als Ansporn

Aber all das ist nichts gegen den Jubelsturm, der ausbricht, als Lopau den Sieger ankündigt: "Gewonnen haben die Männer mit den großen Händen." Seine folgenden Worte gehen in Gejohle und Gesängen hunderter Kehlen unter. Der Ziegelheimer Freudentaumel über den zweiten Titel nach 2004, als die Party erstmals im Wieratal gastierte, ist grenzenlos. Sportler, Funktionäre und Freunde der Oberliga-Handballer liegen sich in den Armen, Bewohner tanzen auf Tischen und Stühlen und bringen die Halle so zum Kochen. "Es war schon 2004 der Hit, aber der erneute Sieg vor Heimpublikum ist die Krönung", kommentierte LSV-Spielertrainer Steffen Moritz Erfolg und Bombenstimmung. "Das wird uns weiteren Auftrieb im Kampf um den Klassenerhalt geben."

Als Ansporn sieht die Ehrung zur Sportlerin des Jahres auch Maria Müller, die ihren dritten Triumph nach 2004 und 2006 kaum fassen kann, wie nicht nur ihr Gesicht verrät. "Das hätte ich nie und nimmer gedacht", erzählt die 26-jährige Ringerin, kurz nachdem Freund Thomas und ihre Eltern ihr als Erste gratulierten. "Denn außer der Deutschen Meisterschaft habe ich verletzungsbedingt nichts weiter gewonnen." Obwohl ihre Schulterverletzung noch nicht ausgeheilt sei, versprach sie, weiter für die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in London zu kämpfen. "Ich habe immer noch Hoffnung und werde an den Qualifikationsturnieren Ende April, Anfang Mai teilnehmen."

Sensationelles Ergebnis

So knapp wie in keiner anderen Kategorie geht es indes bei den Übungsleitern zu. Von entsprechend großer Anspannung zeugt die Mimik des Kandidaten-Trios Henriette Schaller, Sandra Kramer und Holm Pinder. Das Ganze verschärft sich noch, als Lopau erzählt, dass Sieger und Zweiten nur ganze zehn Stimmen trennen. Umso mehr freut sich die Altenburger Tanztrainerin Henriette Schaller, als der Moderator gegen 21 Uhr kurz und knapp ihren Namen nennt.

Daraufhin verwandelt sich ihre verkrampfte Miene in ein lockeres Strahlen, sie ballt beide Fäuste und lässt sich anschließend von ihren Schützlingen feiern. Kein Wunder. Denn mit 2901 Stimmen erreicht sie ein sensationelles Ergebnis - das beste in der 21-jährigen Geschichte der Nacht des Sports. Das ist umso bemerkenswerter, weil es sich bei der Gesamtstimmenzahl von knapp 47 000 um keinen Spitzenwert handelt.

Kurzweilige Kontrapunkte

Deutlich mehr als nur Mittelmaß oder bloßer Füllstoff ist das Rahmenprogramm der 21. Sportparty. Fällt der Applaus bei den Hebefiguren der Crocodile Cheers des ZFC Meuselwitz noch relativ verhalten aus und zücken lediglich Eltern sowie Omas und Opas bei den Mini-Turnern von Motor Altenburg die Kameras, ändert sich das mit den Breakdancern von Bionix. Die Skatstädter heimsen als erster Show-Act des Abends Szenenapplaus für ihre Dreh- und Sprungorgien zu bebenden Beats ein. Einen schönen Kontrapunkt gelingt dann den Kunstradfahrerinnen vom SV Rositz, die begleitet von getragenen Weltmusikklängen zum Träumen einladen, ehe Schrebers Erben mit komödiantischer Artistik das Publikum einbinden, es zum Johlen und Mitklatschen bringen und so wieder das Tempo aufnehmen.

Das Prinzip der kurzweiligen Kontrapunkte setzen Rhönrad-Weltmeister Robert Maaser und die Motorrad-Stunts der Sensu-Crew fort. Geht es doch bei beiden um die Kombination von Eleganz und Kraft, von Sport und Show. Während bei Maaser die Eleganz überwiegt, er mit atemraubender Geschmeidigkeit im Rhönrad Aufschwünge, Spagate und Salti vollführt und später mit dem Cyr (halbes Rhönrad) und einem Ganzkörper-Zebra-Anzug eine mystische Note einbringt, sorgt das Hallenser Motorrad-Duo mit waghalsigen Vollgas-Manövern für offene Münder. "Ich hatte vorher Muffensausen", gesteht Party-Cheforganisator Horst Gerth mit Blick auf die mitten durch die Zuschauer-Reihen fahrende Sensu-Crew. "Aber alles ist gut gegangen." Das gilt getrost auch für die ganze Nacht des Sports.

-Kommentar

 

Mehr Fotos und Eindrücke von der 21. Sportparty finden Sie auf Seite 16.

 

 

 

Mit der Organisation der 21. Sportparty standen die Macher des Kreissportbundes vor der Quadratur des Kreises. Schließlich galt es, die Vielzahl emotionaler Höhepunkte zum runden Geburtstag 2011 zu toppen. Dass das dem KSB gelungen ist, hat mindestens zwei Gründe.

So erwies es sich als gute Entscheidung, zum zweiten Mal nach 2004 ins Wieratal zu gehen. Das haben nicht nur die Ziegelheimer honoriert, sondern auch andere Vereine außerhalb Altenburgs, was die ausverkaufte Halle samt leichtem Zuschauerplus im Vergleich zum Vorjahr beweist. Zugleich setzt der KSB damit ein wichtiges Zeichen, weil er demonstriert, dass das "K" in seinem Kürzel nicht aus Spaß dort steht.

Daneben hat das Organisationsteam bei der Programmgestaltung viel Fingerspitzengefühl und einen guten Riecher bewiesen. Denn sowohl die Sensu-Motorrad-Show als auch Rhönrad-Weltmeister Robert Maaser waren würdige Höhepunkte einer Gala, die die Präsentation des hiesigen Sports clever eingebunden hat. Dass auch dabei noch Luft nach oben bleibt, versteht sind von selbst. Diese zu nutzen, ist die Aufgabe bei den kommenden Auflagen.

t.haegeler@lvz.de

Von Thomas Haegeler

 

 

 

 

 

 

Sportler/Sportlerin des Jahres

 

 

SV Lok Altenburg,

 

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