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Altenburg 22 Bäume müssen Erweiterungsbau in Meuselwitz weichen
Region Altenburg 22 Bäume müssen Erweiterungsbau in Meuselwitz weichen
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15:00 27.02.2016
Mit schwerem Gerät werden die großen Wurzeln der gefällten Bäume rund um das Meuselwitzer Seniornzentrum aus der Erde geholt. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Rund um das Seniorenzentrum sind Anfang dieser Woche 22 große Linden und Eschen aus dem Stadtbild verschwunden. Die Fällaktion hatte unter den Meuselwitzern für Aufregung gesorgt. „Die Gehölze mussten weg, um Baufreiheit für den geplanten Erweiterungsbau des Seniorenzentrums zu schaffen“, erklärt dessen Geschäftsführerin Kathrin Pliquett-Herfurth auf Nachfrage.

Die Fällarbeiten in der Bebelstraße sind bereits vorgezogene Maßnahmen für das große Bauvorhaben. Realisiert werden mussten sie jetzt, weil Ende Februar der reguläre Fällzeitraum endet, begründet sie die Aktion, die mehrere Monate vor Beginn der Bauarbeiten erforderlich war. Im dem Zusammenhang verwies sie auf den symbolischen ersten Spatenstich, der für den 25. Mai geplant ist.

Weil für den Erweiterungsbau des Seniorenzentrum die Entscheidung gefallen war, diesen direkt an das bestehende Gebäude zu setzen, waren auf der rechten Seite des Gebäudes Bäume zu entfernen. „Weil durch den Neubau neun der vorhandenen Stellplätze wegfallen, schaffen wir Ersatzparkplätze links neben dem Seniorenzentrum. Weil wir durch die Erweiterung unseres Hauses um 28 Einzelzimmer künftig mehr Personal haben und auch mehr Besucher erwarten, brauchen wir mehr Parkplätze als bisher“, sagt Pliquett-Herfurth.

Ein Drittel der Wiese auf der linken Seite gehört zum Seniorenzentrum, die restliche benötigte Fläche stellte die Kirchgemeinde Meuselwitz zur Verfügung. Die habe für ihre Fläche auch selbst die Fällgenehmigung bei der Stadt Meuselwitz beantragt. „Es wurden nur die Bäume entfernt, die tatsächlich weg mussten. Alle anderen haben wir erhalten. Auf Wunsch der Stadtgärtnerei ist an einer Linde der Stamm so verschnitten worden, dass der Baum für Höhlenbrüter geeignet ist“, erklärt sie das merkwürdige Aussehen eines der erhalten gebliebenen Bäume.

Wenn nicht alle Bäume bei der vorgeschriebenen Ersatzpflanzung auf dem Grundstück der Pflegeeinrichtung untergebracht werden können, dann erfolge die Pflanzung auf anderen dafür vorgesehenen Flächen in der Stadt Meuselwitz, betonte Pliquett-Herfurth.

Die geschaffene Baufreiheit auf beiden Seiten des Pflegeheimes ermögliche es, die neuen Parkplätze zu schaffen, bevor die bisherigen verschwunden sind, so die Geschäftsführerin.

Den Pavillon, der ebenfalls dem Erweiterungsbau weichen musste, habe das Seniorenzentrum der Bürgerinitiative Hainbergsee kostenlos zur Nachnutzung überlassen. Deren Mitglieder hätten diesen selbst abgebaut und zunächst zwischengelagert. Denn bevor er am See aufgestellt werden darf, sind ein neuer Anstrich und eine Baugenehmigung erforderlich, so Pliquett-Herfurth. „Unsere Bewohner kennen den See alle gut. Und bei Ausflügen dorthin freuen sie sich bestimmt, den Pavillon wieder zu sehen“, meint die Leiterin des Hauses.

Vor Beginn der Arbeiten am Erweiterungsbau werde es noch eine Informationsveranstaltung für interessierte Meuselwitzer geben, kündigte sie an.

Von Marlies Neumann

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