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Altenburg 25 Jahre BVB-Fanclub „Ostborussen“
Region Altenburg 25 Jahre BVB-Fanclub „Ostborussen“
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18:57 01.04.2016
Die „Ostborussen“ Fockendorf halten dem BVB seit 25 Jahren absolute Treue. In diesen Tagen ist dafür Grund zum Feiern. Quelle: privat
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Fockendorf

25 Jahre sind eine lange Zeit, 25 Jahre absolute Treue, fast eine Ewigkeit. So jedenfalls beim BVB-Fanclub „Ostborussen“ aus Fockendorf im thüringischen Landkreis Altenburger Land. Am vergangenen Ostermontag auf den Tag genau konnte just dieser Club ein solches Jubiläum feiern. Wie ihre Vorbilder zu elft sonst auf dem grünen Fußballplatz, hatten sich 1991 elf Fans der Dortmunder Borussia aus der näheren Umgebung zusammengetan und den Fanclub aus der Taufe gehoben.

25 Jahre später saßen vor Kurzem 60 der derzeit aktivsten Fans zur Jubiläumsparty in der Stauseegaststätte zusammen. Clubchef Rene Staudacher hatte sie eingeladen. In familiärer Atmosphäre konnten die Sportverrückten noch einmal die schönsten Erlebnisse des vergangenen viertel Jahrhunderts Revue passieren lassen. Neben vielen Fotos, mit denen die Anwesenden viele Erinnerungen verbinden, wurden den Borussen aus dem Altenburger Land zwei Filmbeiträge über den Fanclub gezeigt. Sie liefen seinerseits im Fernsehen. Für viele waren sie der Höhepunkt des Abends und sorgten für Gelächter und strahlende Gesichter.

TV-Beiträge über die Clubgeschichte

Zuerst ein Beitrag von 2007 bei „Außenseiter-Spitzenreiter“, wo der MDR den größten Fanclub einer „West“-Mannschaft im „Osten“ Deutschland suchte und bei den Fockendorfern fündig wurde. Der legendäre Moderator der Sendung, H.J. Wolfram, hatte mit seinem Fernsehteam den Fanclub zum Bundesligaspiel nach Berlin begleitet und wurde spontan zum Ehrenmitglied ernannt. Der zweite Filmbeitrag war fast eine halbe Stunde lang, lief 2010 im damaligen DSF unter der Rubrik „Fanreporter“ und zeigte wie Clubchef Staudacher kurz vor seinen 50. Geburtstag in Dortmund von BVB-Idol Norbert Dickel und den Spielern Dede und Santana empfangen wurde. Er durfte einen Tag lang hinter die Kulissen seines Lieblingsvereins schauen.

Auch wenn die Zeit nicht spurlos an einigen vorbei gegangen ist, wie das umfangreiche Bildmaterial am feuchtfröhlichen Abend belegt, viel erlebt haben die Fans allemal. „Einfach herrlich die vielen Erinnerungen an die Reisen und die großen Stadien in Europa“, sagte Staudacher im Rausch der Erinnerungen. Er hat mit seinen Kameraden die Borussia schon überall hin begleitet. Absolute Höhepunkte in der Fanclubgeschichte, da waren sich alle einig, sind die beiden Champions-League Endspiele 1997 in München gegen Juventus Turin sowie 2014 im Londoner Wembley-Stadium gegen Bayern München.

Hoher Besuch in Fockendorf

Aber selbst im beschaulischen Fockendorf war schon einige Mal so richtig der „Teufel los“. So freuten sich die BVBler einmal über hochrangigen Besuch der Nationalspieler Mats Hummels und Marcel Schmelzer – zu ihnen bauten die Mitglieder des Fanclub über die Jahre eine besondere Beziehung auf. Oder Aki Schmidt und Lothar Emmerich, die BVB-Legenden der 60er Jahre, die 2003 in einen verschließbaren Koffer sogar die Bundesliga-Meisterschale mitgebracht hatten.

Knapp 400 Mitglieder zählt mittlerweile der Fanclub und stößt Rene Staudacher zufolge damit „an seine Grenzen“. So sei es nicht immer einfach, ein ausreichendes Kartenkontingent für die Spiel-Highlights zu organisieren. Doch immer wieder würde der Organisationsprofi und Vizechef des Clubs Julien Spreda eine glückliche Hand haben, so dass nur selten jemand leer ausgehen müsse.

Bis tief in die Nacht hinein fachsimpelten und analysierten die „Ostborussen“ über diese und jene Begegnung, diverse Spielsituationen. Thema war auch jene Spiele, die schon bald dem BVB ins Haus stehen. Nicht weit weg ist da das aktuelle Viertelfinale der Euro League, wo die Dortmunder am 14. April an der Liverpooler Anfield-Road spielen werden. Auch hier werden die Fans natürlich wieder mit von der Partie sein und ihren Lieblingsverein lauthals unterstützen. „Also dann, auf die nächsten 25 Jahre“, wünscht Staudacher seinen Jungs.

Von Lutz Pfefferkorn

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