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Altenburg 25. Rositzer Kirmes: Regen verdirbt die gute Laune nicht
Region Altenburg 25. Rositzer Kirmes: Regen verdirbt die gute Laune nicht
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19:13 18.09.2016
Die Erntekrone mit einer 25 – im Festumzug. Quelle: Mario Jahn
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Rositz

Plitsch, platsch – Sonnabendnachmittag gehört dieses Geräusch zum Dauerbegleiter auf dem großen Festareal der Rositzer Kirmes. Dauerregen – mal mehr, mal weniger, aber leider schön stetig – sorgt auf dem ziemlich aufgeweichten, aber doch recht gut begehbaren Areal leider für eine ziemliche Tristesse. Gähnend leere und pfützenschwangere Bierzeltgarnituren im Freien zeichnen ein schon bemitleidenswertes Bild. Die Mühen der zahllosen Organisatoren und Helfer scheinen regelrecht ins Wasser gefallen zu sein.

Die 25. Kirmes in Rositz bot viel – gute Laune und ein buntes Programm, leider am Sonnabend aber auch viel Regen. Der Festumzug war wie in jedem Jahr ein Hingucker.

Aber nicht nur auf dem angrenzenden Rummel und Flohmarkt, sondern auch unter den überdachten Sitzgelegenheiten zeigen die Unentwegtesten Rositzer und ihre Gäste dem miesen Wetter die sprichwörtliche kalte Schulter. Klar sind es zu dieser 25. Kirmes deutlich weniger an diesem trüben Sonnabend, als zu sonnigeren Partys. Aber gefeiert wird trotzdem.

Und auch, als sich der große Festumzug mit rund 1000 Akteuren und sechs Musikkapellen durch die Rositzer Straßen zieht, sind zumindest im Ortskern die Straßenränder von jubelnden und mitgehenden Schaulustigen gut gefüllt. Immer wieder gibt es für die Akteure Applaus. Aufmunternd einerseits, weil es für die teilweise ihre historischen Trachten unter Regencapes schützenden Mitwirkenden alles andere als eine Freude ist, bei diesem Wetter durch die Straßen zu ziehen. Andererseits, weil den Machern wirklich wieder ein sehenswerter Umzug gelungen ist.

Als sich der Zug dann mit etwas Verspätung am Festzelt auflöst, herrscht auch auf dem noch vor einiger Zeit verwaist wirkenden Areal ein ordentlicher Trubel. „Das Wetter ist sicher suboptimal. Aber das muss man halt nehmen, wie es ist. Wir sind trotzdem zufrieden, weil auch die Veranstaltungen im Zelt sehr gut besucht waren und sind“, sagt Getränkegroßhändler Uwe Patzelt, der als Mitveranstalter mit der Gemeinde für das gesamte Rahmenprogramm verantwortlich zeichnet. „Mickie Krause am Freitagabend war schon eine tolle Geschichte. Das Zelt war brechend voll und die Stimmung super“, sagt er zum Ballermann-Kracher, während er versucht, in einer nur minutenlangen Regenunterbrechung mit einem Lappen so manche Bierzeltgarnitur trocken zu wischen. Ein gut gemeintes, aber ziemlich sinnloses Unterfangen, weil postwendend wieder nasser Nachschub vom Himmel kommt.

Trockener geht es derweil im Festzelt zu. Nachdem zuvor die Rositzer Feuerwehrleute beherzt und geübt die obligatorische Erntekrone hochgehievt haben, steht hier das traditionelle Highlight der Kirmes bevor. Saskia Schmidt, die wie so viele andere tapfer und dem Regen trotzend in der Kutsche den Festumzug absolviert hat und in ihrer Tracht als kommende Kirmeskönigin einer der Hingucker war, wirkt ein wenig in sich gekehrt. „Ja, ich bin schon ein wenig aufgeregt“, gesteht die 17-Jährige. „Aber das löse ich schon“, fügt sie hinzu. Und sie hält Wort, eröffnet die Kirmes professionell und übernimmt von ihrer Vorgängerin Michelle Beyer die Schärpe als offizielles Zeichen ihrer dreijährigen Amtszeit.

Im Zelt ist von der meteorologischen Tristesse draußen nichts zu spüren. Und Bürgermeister Steffen Stange bringt es irgendwie auf den Punkt: „Wir feiern in diesem Jahr 25 Jahre Rositzer Kirmes. Und die wird uns allen ewig in Erinnerung bleiben. Denn so ein schlechtes Wetter hatten wir noch niemals. Aber wir feiern trotzdem“, meint er unter dem Jubel und Applaus der Besucher im doch sehr gut gefüllten Zelt.

Und so kommt es dann auch: Hoheit Saskia feiert mit ihren Amtskolleginnen, wie der Dahlienprinzessin aus Bad Köstritz und der Lichterprinzessin aus Zeitz, mit all den anderen, denen der Regen mittlerweile ziemlich schnuppe ist. Und der tobt sich auch noch den gesamten Restsonnabend über Rositz aus. Nur irgendwie hat man sich mit dem dann schon arrangiert und ignoriert ihn tunlichst.

Von Jörg Wolf

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