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2500 Besucher informieren sich beim Tag der offenen Tür im Klinikums

2500 Besucher informieren sich beim Tag der offenen Tür im Klinikums

Erstaunlich viele fröhliche Gesichter hat es am Sonnabend im Krankenhaus gegeben - und zwar nicht nur auf der Säuglingsstation, sondern auch im Operationssaal und auf der Intensivstation.

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Hygiene muss sein! Besucher können sich gleich am Eingang des Altenburger Krankenhauses die Hände desinfizieren.

Altenburg. Von Jenifer Hochhaus

In den Raum, in dem Oberarzt Philipp Uwe Fein gerade steht, kommt man sonst nur als Patient. Und dann sicherlich mit einem schlechten Gefühl, immerhin steht in diesem Moment eine Operation kurz bevor. Nicht so am Sonnabend, als sich die Patienten mit Kitteln selbst einmal wie Ärzte vorkommen können. Einmal im Waschraum die Hände waschen oder Operationsbesteck in der Hand halten ist möglich. Oder eben bei Oberarzt Fein mit der Lampe in einen Übungsbauch leuchten und dann nach einem Gummibärchen angeln. "Die Besucher sehen hier, wie schwierig auch laparoskopische Eingriffe sind", erklärt Fein. Gallenblasen- oder Wurmfortsatzentfernungen werden beispielsweise mit dieser minimalinvasiven Methode realisiert. "Viele Patienten haben komische Vorstellungen. Das ist es gut, wenn sie an einem Tag wie diesem sehen, wie es tatsächlich abläuft."

Auch eine Etage tiefer dreht sich alles um Behandlungen - bei "Puppendoktorin" Anja Wiederanders. Gerade versuchen die Zwillinge Loreena und Dariel herauszubekommen, was dem Stofftier fehlt. "Ja, das Trommelfell ist rot", sagt die Achtjährige, nachdem sie mit der Lampe ins Ohr geschaut hat. "Und Husten hat er auch", bestätigt ihr Bruder. Was da hilft, ist beiden klar: Hustensaft reicht nicht, eine Spritze muss her. Was die Kinder spielerisch umsetzen, ist auch für spätere Arztbesuche nützlich, weiß Kinderärztin Wiederanders: "Die Kinder sehen, was Ärzte machen, ohne dass sie krank sind. Das nimmt ihnen Ängste."

Loreenas und Dariels Oma stimmt dem vollends zu: "Hier bekommen sie einmal einen Einblick, wie es im Krankenhaus zugeht und was sie bei Untersuchungen erwartet", sagt Roswitha Meinhardt. "Ich finde es richtig gut, welches Programm auf die Beine gestellt wurde. Ich hätte nicht gedacht, dass so viel los ist."

Tatsächlich gibt es auf allen Etagen des Hauses viel zu sehen und zu hören: Vorträge erläutern den Umgang mit Diabetes, sowie die Behandlungen von Krampfadern und Krebs. Kinder können basteln und sich beim Gesundheitsquiz testen. Chor und Blasorchester treten auf. Zusätzlich sind knapp 20 Selbsthilfegruppen mit eigenen Informationsständen da, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Und man kann in sonst verschlossene Räume blicken - wie die Küche oder das Herzkatheterlabor.

"Nur die drei Kreißsäle können doch nicht besichtigt werden", sagt Pressesprecherin Christine Helbig. "Aber die Geburten gehen nun mal vor." Denn trotz des Tags der offenen Tür musste der normale Krankenhausalltag selbstverständlich weitergehen. 150 Mitarbeiter sind deshalb zusätzlich ehrenamtlich da, um ihr Krankenhaus zu zeigen. "Die Vorbereitung hat ein knappes Dreiviertel Jahr gedauert", so Helbig.

Denn es musste genau überlegt werden, welche Stationen, Labore und Angebote man zeigen kann, ohne die Arbeit der Ärzte oder die Privatsphäre der Patienten zu sehr zu stören. So ist zum Beispiel der ambulante OP, in dem am Wochenende keine Operationen stattfinden, zu sehen, aber der Zentral-OP bleibt für Notfälle steril.

"Alle Abteilungen haben sich eingebracht, ihre eigenen Ideen verwirklicht", zieht Geschäftsführerin Gundula Werner zum Abschluss ein positives Fazit. Denn nicht nur die Besucher gehen im Ende zufrieden nach Hause, sondern auch die Krankenhausmitarbeiter.

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