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27 Stolpersteine gegen das Vergessen

27 Stolpersteine gegen das Vergessen

28 Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig sind in den Jahren 2007 bis 2010 auf den Gehwegen Altenburgs vor verschiedenen Gebäuden verlegt worden. Auf deren Messingplatten sind die Namen und Daten ehemaliger jüdischer Einwohner festgehalten, die unter dieser Adresse einst lebten.

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Im Jahr 2007 verlegte der Künstler Gunter Demnig in Altenburg die ersten Stolpersteine aus seiner Hand.

Quelle: Mario Jahn

Bei dem für die Stolpersteinverlegungen federführenden Kommunalpolitischen Ring Altenburg Land (Kora) blickt man jetzt mit einer gewissen Vorfreude auf den kommenden Sonnabend. "Am 20. Juni werden wir an fünf Stellen in Altenburg weitere Stolpersteine verlegen", kündigt Kora-Chef Christian Repkewitz an. Er ist sichtlich angetan von der großen Resonanz, die der Verein bei seinem Aufruf nach engagierten Paten erlebte. Immerhin kostet so ein spezieller Stein mitsamt dessen Verlegung 120 Euro. "Wir hatten damit gerechnet, um die zwölf Stolpersteine verlegen zu können. Jetzt sind es sogar 27 geworden", so Repkewitz.

 

Startpunkt der Aktion am kommenden Sonnabend ist um 9 Uhr das "Marianne-Bucky-Haus" in der Rudolf-Breitscheid-Straße 2. Elf Stolpersteine werden hier für die Mitglieder der Großfamilie Cohn-Bucky-Levy verlegt. "Mit dabei sind auch mehrere Angehörige der Familie aus England, Kanada und Südafrika sowie Vertreter von Horizonte, die auch die Finanzierung der Steine übernahm", so der Kora-Chef.

 

Vor dem Haus Johannisstraße 5/6 werden vier Stolpersteine für das Ehepaar Wandstein gelegt, vor dem Objekt Markt 26 soll im Beisein von Angehörigen eine der Messingtafeln an Kurt Löwenstamm erinnern. Am Gebäude Schmöllnsche Straße 6, das vor einer umfassenden Sanierung durch die Städtische Wohnungsgesellschaft Altenburg steht, werden im Beisein von Angehörigen aus Brasilien vier Steine für die Familie Beller eingebracht, die über viele Jahre in dem Haus wohnte. Die SWG als Eigentümerin des Gebäudes übernimmt die Patenschaft für die Steine.

 

Am fünften Verlegeort gibt es ein Novum: Vor der Brauhausstraße 32-35 sollen erstmals Stolpersteine unter anderem auch zwei noch lebenden ehemaligen jüdischen Altenburgern gewidmet werden, hebt Repkewitz hervor. An die Familie von Philipp Strassmann sollen sieben Steine erinnern. "Auch hier wollen Angehörige aus Deutschland, Israel und den Niederlanden zugegen sein", informiert der Kora-Vorsitzende weiter dazu.

Jörg Wolf

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