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Altenburg 3,2-Millionen-Euro-Kredit für Meuselwitzer Seniorenzentrum
Region Altenburg 3,2-Millionen-Euro-Kredit für Meuselwitzer Seniorenzentrum
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14:45 25.04.2016
Am Meuselwitzer Seniorenzentrum hat der Bau des neuen Parkplatzes mit 27 Stellflächen begonnen. Quelle: Mario Jahn
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Meuselwitz

Der Aufnahme eines Darlehens durch die Seniorenzentrum Meuselwitz Gesellschaft in Höhe von 3,2 Millionen Euro stimmte der Stadtrat am Mittwochabend ausnahmslos zu. Notwendig war was Votum des Gremiums, weil die Schnauderstadt noch keinen gültigen Haushalt hat. Dieser würde den Wirtschaftsplan des Seniorenzentrums, der seit Ende 2015 steht, enthalten. Weil der Etat aber noch auf sich warten lässt, mussten die Ratsmitglieder gesondert über den Kredit abstimmen.

Geplant ist der Erweiterungsbau bereits seit Längerem. Nach der Abwägung mehrerer Varianten wird sich nun der Anbau unmittelbar an das bestehende Gebäude anschließen. Die Gesamtkosten für diese Investition belaufen sich einschließlich der Planung auf 3,8 Millionen Euro. Gänzlich aus eigenen Mitteln kann das Seniorenzentrum die Kosten nicht aufbringen. Das war den beiden gleichberechtigen Gesellschaftern, der Stadt Meuselwitz und dem Landkreis Altenburger Land, langfristig bekannt.

Die Höhe des Kredits, der eine Laufzeit von 25 Jahren haben soll, beläuft sich auf 3,2 Millionen Euro. „Mit dem Eigenanteil von 600.000 Euro finanzieren wir zunächst einmal die Planungskosten“, erklärte Kathrin Pliquett-Herfurth, Geschäftsführerin des Pflegeheimes, auf Nachfragen aus dem Stadtrat. Die ersten beiden Jahre, das habe man mit der Bank vereinbart, seien tilgungsfrei. Als Grund dafür führte sie an, dass das Seniorenzentrum in den ersten beiden Jahren nach Aufnahme des Kredits noch keine oder nur geringe Einnahmen durch den Erweiterungsbau habe. „Wenn alles nach Plan läuft, sind die Zimmer ab Ende August 2017 bezugsfertig.“

Bisher Kapazität von 62 Plätzen

Auf die Errichtung des Anbaus hatten sich die Gesellschafter verständigt, damit das Seniorenzentrum auch in Zukunft auf dem Pflegemarkt bestehen kann. Denn derzeit hat die Einrichtung lediglich eine Kapazität von 62 Plätzen. Die vorhandenen 18 Einzelbetten entsprechen seit Jahren nicht mehr dem Bedarf. Mit dem Erweiterungsbau entstehen im Laufe des nächsten Jahres 28 Plätze in Einzelzimmern. „Damit können wir der steigenden Nachfrage dann endlich besser entsprechen“, so die Chefin der Pflegeeinrichtung.

Errichtet wird der Anbau auf städtischem Grund und Boden auf der rechten Seite des vorhanden Bauwerkes. Durch das Fällen von Bäumen war kürzlich – wie berichtet – auf beiden Seiten des Pflegeheims Baufreiheit geschaffen worden. Auf der linken Seite war das notwendig, weil hier ein neuer Parkplatz mit 27 Stellflächen entsteht.

Weil der Landkreis Mitgesellschafter des Seniorenzentrums ist, obliegt es in der nächsten Woche dem Kreis, sich ebenfalls für die Kreditaufnahme auszusprechen.

Von Marlies Neumann

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