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Altenburg 300 Helfer machen die Zipsendorfer Kulturhalle flott
Region Altenburg 300 Helfer machen die Zipsendorfer Kulturhalle flott
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00:33 25.04.2018
Bilder von Mädchen und Jungen der sechs Meuselwitzer Kindergärten zieren nun eine Hallenwand. Quelle: Wolfgang Riedel
Zipsendorf

So viel Zuneigung hat die Zipsendorfer Kulturhalle schon lange nicht mehr erfahren. Rund 300 ehrenamtliche Helfer waren am Sonnabend vor Ort, um die alte Dame optisch auf Vordermann zu bringen. Und mit ihnen bis zu 40 Mitarbeiter des Mitteldeutschen Rundfunks samt zwei Übertragungswagen, die die Hauruck-Aktion an und in der Halle publikumswirksam begleiteten. „MDR Frühlingserwachen“ heißt der Wettbewerb, bei dem es gilt, binnen gut sechs Stunden so viel zu schaffen wie möglich. Auch in Burgstädt in Sachsen und Jessen in Sachsen-Anhalt fanden zuvor solche Aktionen statt. Diese Woche nun entscheiden die Fernsehzuschauer, welche der drei Kommunen das beste Endergebnis hat. Der Gewinnerstadt winken 4444 Euro Preisgeld. Und die Zipsendorfer, daran besteht kein Zweifel, haben sich ordentlich ins Zeug gelegt. Den Helfern gelang, was sie sich vorgenommen hatten.

Farbe für Hallenwände, Pflege fürs Grün

Auch Daniel Köhler war dabei. Er kam extra aus Zwickau, um unbedingt mitzupunkten. Gemeinsam mit Unterstützern wie Jörg Ueshers und Eckard Saupe arbeitete der ehemalige Zipsendorfer im Außenbereich, bei der Wegeerneuerung bis hin zur Pflege der Grünanlage mit. Tempo machte auch das Helferteam um Malermeister Sören Kühne, das oben auf dem Gerüst weitflächig die Halleninnenwände farbig auffrischte. Ein Team um Helfer Peter Milde schuf eine ansehnliche Wandvertäfelung. Wenig später schwangen die freiwilligen Akteure des Reinigungsteams um Kerstin Koar die Besen und Wischlappen. Nicht zu vergessen die großen Bilder, die die Mädchen und Jungen der sechs Meuselwitzer Kindereinrichtungen als Farbtupfer für die Halle gemalt haben. Bürgermeister Udo Pick ist überzeugt, dass die Mitglieder der Kultur- und Sportvereine im Meuselwitzer Stadtteil nun mit mehr Freude in der Halle turnen, spielen, musizieren und tanzen werden. „Das Objekt wurde 1930 eingeweiht und bis heute durchweg genutzt“, schilderte er.

IG wünscht sich mehr Unterstützung

Allerdings wuchs mit der Zeit immer mehr Sanierungsbedarf an. „Die Technik beispielsweise ist noch Stand 1930“, sagte Klaus Spindler von der Interessengemeinschaft (IG) Bergbau- und Heimatfreunde Zipsendorf. „Mit der optischen Aufwertung ist es nicht getan.“ Die IG, die sich im vergangenen Jahr spontan aus Anlass der bevorstehenden 850-Jahr-Feier des Stadtteils zusammenfand und derzeit rund 20 Mitstreiter hat, wünscht sich deutlich mehr Unterstützung vonseiten der Stadtverwaltung und des Stadtrates, betonte Klaus Spindler. Letztlich sei es vor allem dem Schub durch das Jubiläum und der MDR-Sendung zu verdanken, dass man am Wochenende mit der Halle einen großen Schritt vorangekommen ist.

Tanzgruppen begleiten den Einsatz

Und natürlich den zahlreichen Unterstützern. Die Meuselwitzer Tanzgruppen der „Crocodile Cheers“ um Leiterin Janine Golla und der „Meuseldancer“ um Countrygirl Monika Kirmse bereicherten den Arbeitseinsatz kulturell, ebenso das Jugendblasorchester Lucka und die Tänzerinnen der „Heesten Hopper“ des Wintersdorfer Faschingsclubs. Frieder Wittmann, Meuselwitzer Volleyballikone, trimmte in der Halle den Ball schon Mitte der 1960er-Jahre übers Netz und erinnert sich auch gern „an die vielen Filmvorführungen und Kulturveranstaltungen hier. Sogar DDR-Schlagerstar Bärbel Wachholz hat hier gesungen“, blickte Wittmann zurück. Und packte natürlich gemeinsam mit Mannschaftskameraden ebenfalls mit an.

Am Montag soll in der Sendung „MDR um 4“ über das Wettbewerbsgeschehen berichtet werden. Dann gilt es bis 27. April um 16.30 Uhr telefonisch für Meuselwitz abzustimmen, damit es mit dem Preisgeld klappt.

Von Wolfgang Riedel

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