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Altenburg 4,2 Millionen Euro zum Vergraben
Region Altenburg 4,2 Millionen Euro zum Vergraben
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20:17 21.08.2013

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Bereits vor zwei Jahren waren für den ersten Bauabschnitt 3,6 Millionen Euro Fördermittel bereitgestellt worden.

Um das insgesamt 39 Hektar große Areal, auf dem einst der Rüstungskonzern Hasag Munition produzierte, für mögliche Investoren interessant zu machen, ist vor allem eine extrem aufwändige abwassertechnische Erschließung notwendig: Allein die zu verlegenden Kanalrohre haben zusammengenommen eine Länge von rund 2200 Meter. Zur Reduzierung des in das vorhandene Regenüberlaufbecken und die Kläranlage in Gerstenberg einzuleitenden Abwassers wird ein großes Speicherbecken gebaut. Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 1,4 Meter müssen an verschiedenen Stellen unter den Bahngleisen durchgeführt werden.

Die Realisierung dieses zweiten Bauabschnitts wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Die Gesamtkosten einschließlich Planungsleistungen summieren sich auf rund 4,65 Millionen Euro, knapp 4,2 Millionen Euro davon sind Mittel der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. Die Stadt steuert über den Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg (Waba) gut 450 000 Euro bei.

Zu den Maßnahmen des ersten Bauabschnitts, für den Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) im September 2011 den Fördermittelbescheid über 3,6 Millionen Euro überbracht hatte, gehörten unter anderem die Beseitigung maroder Gebäude wie der ehemaligen Diskothek Pharao, des alten Armaturenwerkes an der Winterstraße, aber auch der umstrittene Abriss ehemaliger Hasag-Baracken. Auch eine Erschließungsstraße für das Areal wird gebaut. Alles in allem, so hat Michael Wolf ausgerechnet, werden in das Projekt Poststraße über neun Millionen Euro Steuergelder gesteckt.

"Wir wissen, dass die Bedingungen hier nicht ideal sind", sagte der OB. Es sei aber die Strategie der Stadt, die Gewerbegebiete auf der grünen Wiese für größere Neuansiedlungen bereitzuhalten und die Altstandorte im Innern der Stadt für Firmenerweiterungen und kleinere Neuinvestitionen "sanft zu entwickeln".

"Altenburg braucht Platz für weiteres Wirtschaftswachstum", bekräftigte auch Staschewski. Die Gewerbeflächen Stadtgebiet seien zum großen Teil bereits belegt. "Die Erschließung des Gewerbegebietes Poststraße ist deshalb als ein Schlüsselprojekt in die Wachstumsinitiative Altenburger Land aufgenommen worden." Denn es sei jetzt wichtig, die Thüringer Mittelzentren weiterzuentwickeln, so der Staatssekretär. Das gelte erst recht für Altenburg mit seiner zentralen Lage in der Wachstumsregion zwischen Leipzig, Halle und Jena.

Auch Landrätin Michaele Sojka (Linke) forderte die weiter Stärkung der Region, "damit wir als Eingangstor von Sachsen nach Thüringen wirken können". © Kommentar

Günter Neumann

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