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Altenburg 40 Altenburger helfen aufräumen in Nord
Region Altenburg 40 Altenburger helfen aufräumen in Nord
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18:14 26.03.2017
Anke Wengemann, ihr Sohn Alexander und Lillith Schulz sammeln Plasteflaschen aus einem Gebüsch in Altenburg-Nord ein. Quelle: Eva Anna-Lena Zorn
Altenburg

Rund 40 Altenburger versammelten sich am Sonnabend bei sonnigem Wetter, um ihren Stadtteil Nord von lästigem Müll zu befreien. Bereits fünf Jahre engagiert sich der Bürgerverein Altenburg-Nord für diese Säuberungsaktion und auch die Altenburger SPD, die auf Initiative des Oberbürgermeisters mithilft und vieles organisiert, ist das vierte Jahr dabei.

Die Grundidee stammt noch aus der damaligen DDR. „Heute ist es ein ehrenamtlicher Frühjahrsputz, vor über 27 Jahren wurden solche Aktionen noch Subbotnik genannt“, sagte Dorothea Poplutz, Mitorganisatorin des Bürgervereins. Sie ist stolz auf das Aufräumen und verteilte zu Beginn Gummihandschuhe an alle Mitwirkenden. Neben den Handschuhen sind weitere Teile der Grundausstattung für diesen Vormittag große blaue Säcke sowie Müllgreifzangen für unzugängliche Stellen. Und was dann aus dem Gebüsch geholt wird, lässt so manche Drogerie oder so manchen Supermarkt alt aussehen. Neben Haarspraydosen, vergammelten Bananen und Zeitungen, einem halben Kindersitz, unzähligen Chipstüten und Plastikbeuteln findet man auch Gas- und Plastikflaschen sowie Getränkedosen.

Eines der Fünferteams bildeten Anke Wengemann mit ihren beiden Kindern Nina und Alexander sowie Mario Schulz mit seiner Tochter Lillith. Die Familien helfen gerne, die Umgebung, in der sie wohnen, sauber zu halten und sind teilweise schockiert und frustriert, wie achtlos mit der Natur umgegangen wird. „Es ist nicht schön, was manche Leute hier alles wegschmeißen“, so Anke Wengemann. „Das Schlimmste ist aber das ganze Glas, was vor allem auf den Parkplätzen liegt.“

Dass man das Bewusstsein stärken sollte, für den Ort in dem man lebt, finden auch die Flüchtlingsfamilien, die mit aufräumen. Den Kindern, die nun hier aufwachsen, wollen sie vermitteln, dass man die Heimat achten soll. Des Weiteren waren Helfer aus dem WeltCafé Altenburg und die Migrationsbeauftragte des Landkreises, Ivy Bieber, beteiligt, die sich von Seiten ihrer Schützlinge jedoch etwas mehr Resonanz erhofft hätten.Vor allem den Kindern machte das Einsammeln des Mülls sichtlich Spaß. Wie eine kleine Schnitzeljagd fanden sie die kuriosesten Dinge – zum Erstaunen der Eltern.

Über 20 Müllsäcke wurden am Ende des Vormittags gefüllt. Diese werden am Montag abgeholt und von der Stadt Altenburg entsorgt. Die Verschönerungsaktion in Nord ist bisweilen eine der wenigen Initiative in dieser Richtung. Der SPD-Ortsvorsitzende Thomas Jäschke wäre offen für weitere Putzaktionen.

Von Eva Anna-Lena Zorn

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