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42 MillionenEuro Schäden im Landkreis

42 MillionenEuro Schäden im Landkreis

Laut einer ersten Bilanz hat das Hochwasser in den Städten und Gemeinden einen Schaden von 42 Millionen Euro angerichtet. Das teilte gestern das Landratsamt auf eine OVZ-Anfrage mit.

Die Behörde stützt sich dabei auf Angaben von 31 Kommunen, in denen allerdings nur Schätzung vorgenommen wurden. Ab kommender Woche wird eine Kommission des Landratsamtes die Schäden vor Ort begutachten und über die Verteilung der Soforthilfe des Landes von einer Million Euro entscheiden. Landrätin Michaele Sojka (50, Linke) hat unterdessen erklärt, dass die Gelder des Landes nicht ausreichen.

 

Bis gestern sollten Städte und Gemeinden eine erste Bilanz an das Landratsamt melden. Dabei ging es um Schäden an Gewässern, Pflanzen, Tieren, Straßen, Plätzen, Wegen sowie an Gewerbe- und Wohnbauten. Darauf beruhen jene 42 Millionen Euro.

 

Im Moment liegt diese Summe noch unter der Schadensbilanz von 2002, als 55,5 Millionen Euro zu Buche standen.

 

Doch noch ist die 2013er-Bilanz nicht vollständig. Vor allem deswegen, weil das gesamte Ausmaß der Flut noch nicht genau abzusehen ist, da überall noch Maßnahmen zur Trockenlegung im Gange sind. Neben der Schadenshöhe teilten die Kommunen ebenso mit, wie teuer die Sofortmaßnahmen sind und wofür noch etwas Zeit sei. In der Gemeinde Nobitz beispielsweise lauten diese beiden Zahlen 148 000 und 4,9 Millionen Euro.

 

Für die Sofortmaßnahmen hat der Freistaat dem Landkreis eine Million Euro bereitgestellt. Anhand der Prioritätenlisten der Kommunen muss nun entschieden werden, wohin dieses Geld fließt. Dafür wird eine Schadenskommission gebildet, die am Montag offiziell ihre Arbeit aufnimmt. Vertreter dieses Gremiums werden sich in die Gemeinden begeben und danach über die Verteilung der Soforthilfe entscheiden. Ergebnisse sollen gegen Ende der kommenden Woche der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

 

Die Landrätin hat den Flutopfern erneut ihr Mitgefühl ausgesprochen und den unzähligen Einsatzkräften und Helfern gedankt. Sehr erleichtert sei sie darüber, dass keine menschlichen Opfer zu beklagen sind, heißt es in einem von Sojka herausgegeben Grußwort. "Die Nachwirkungen des Hochwassers werden wir im Altenburger Land noch lange spüren. Wir müssen jetzt beim Wiederaufbau überlegen, was wir als Schutz vor kommenden Fluten, die mit Sicherheit keine hundert Jahre auf sich warten lassen, anders und besser machen können", erklärte die 50-Jährige. Hier sind Politiker und Fachleute Ländergrenzen übergreifend gefragt. Der Erkenntnis, dass der Hochwasserschutz nicht ausreichend war, müsse jetzt konkretes Handeln folgen. "Dafür werde ich mich einsetzen."

 

Berührt zeigte sich Sojka auch von der großen Hilfsbereitschaft, die dem Landkreis zuteil wurde, und von der große Spendenbereitschaft. Auf dem Spendenkonto des Landkreises seien bereits 22 000 Euro eingegangen.

 

Für die Schadenskommission sei es allerdings schon jetzt offensichtlich, dass die Sofortgelder des Freistaates Thüringen nicht ausreichend sind. Konkret ging Sojka auf jene Menschen ein, die ihre ganze Existenz verloren haben. Mit vielen solchen Einzelfällen werde sich die Kommission intensiv beschäftigen, um den Betroffenen schnell zu helfen.

Jens Rosenkranz

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