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Altenburg 6400 Teilnehmer und neue Note im Unterricht
Region Altenburg 6400 Teilnehmer und neue Note im Unterricht
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15:46 06.10.2011
Unterricht mal anders. Schüler der 5. und 6. Klassen machen sich in der Ostthüringenhalle in Schmölln mit dem Thema sicheres Internet vertraut.

Ein Vortrag übers Internet? Über Handys? Was soll das bringen?, hatten sich nicht wenige junge Leute gefragt, was sie da sollten, noch dazu am frühen Nachmittag. Doch schon kurz nach dem Start der ungewöhnlichen Unterrichtsstunde blieb vielen der sonst so coolen Teenies nichts weiter übrig, als zu staunen, mitunter mit offenen Mündern. Denn Internet-Experte Erwin Markowski zauberte in Windeseile Handy-Nummern oder SMS-Inhalte von Mitschülern auf die großen Bildschirme im Brauereisaal oder der Ostthüringenhalle. Wie schnell man sich in Handys oder Computer hacken kann, welche Gefahren Kindern durch Sexualstraftäter im Netz drohen, wie sie durch Cybermobbing gestresst oder dort abgezockt werden können, erfuhren am Abend dann interessierte Eltern. Denn die VR-Bank bot kürzlich auch ihnen an, in Vorträgen mehr über den sicheren Umgang mit den längst in die meisten Haushalte eingezogenen neuen Medien zu erfahren (OVZ berichtete).

Neben den meisten Schülern aller Gymnasien und Regelschulen des Kreises sowie der Berufsschule für Wirtschaft und Soziales hatten über 2000 Vatis und Muttis diese Gelegenheit genutzt. "Eine Resonanz, mit der wir nicht unbedingt gerechnet hätten und die nicht überall so ist", freute sich VR-Bank-Prokuristin Janet Albrecht. Denn die Fachleute der auf die Thematik spezialisierten und beauftragten Firma "8com" kannten ganz andere Teilnehmerzahlen, wie beispielsweise jüngst in Stuttgart, als nur acht Zuhörer gezählt wurden.

Grund für den großen Zuspruch war offenbar, dass sich die Veranstaltungen schnell herumgesprochen hatten. Vor allem bei Eltern jener Klassen, die an den Vorträgen nicht teilnehmen wollten, und wo deswegen von der Schulleitung per Elternbrief nicht zu den Abendvorträgen eingeladen worden war. Viele der Eltern hätten darauf ziemlich verständnislos, sogar verärgert reagiert, wusste Janet Albrecht. Auf deren Druck hin nehmen diese Klassen nun ebenso an der Fortführung der Thematik teil.

Denn die Vorträge waren nur der Start. In geeigneten Unterrichtsfächern, wie zum Beispiel in Medienkunde, wird mithilfe zur Verfügung gestellter Lektüre der Stoff vertieft und am Ende eine Prüfung abgelegt - das Webitur. In einigen der Schulen soll die dort erzielte Note sogar in das jeweilige Unterrichtsfach einfließen, erläuterte Janet Albrecht.

Die Internet-Seite mit den Prüfungsfragen ist jedem zugänglich. Wie intensiv die Sprösslinge dieses Thema beackern und wie weit sie mit dem Webitur sind, darüber sollen Eltern per E-Mail informiert werden. Voraussetzung dafür allerdings ist, dass sich der jeweilige Fachlehrer dazu auch entschließt. Dass Eltern mit einbezogen werden, merken sie, wenn sie ihre E-Mail-Adresse deswegen der Schule melden sollen.

Schirmherrin der Aktion ist Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Diezel (CDU), die die Initiative der VR-Bank begrüßte und an einem Vortrag in Schmölln selbst teilnahm. Kindern müsse mehr Medienkompetenz vermittelt werden, die über die schlichte Anwendung der Technik hinausgehe, forderte sie. Gerade junge Menschen unterschätzten die Risiken des Internets. "Wer aber schutzlos und unbekümmert im Netz surft, gibt seine privaten Daten preis."

www.vr-webitur.de

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