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Altenburg 750 Tonnen Salz und sieben Fahrzeuge für den Winter im Altenburger Land
Region Altenburg 750 Tonnen Salz und sieben Fahrzeuge für den Winter im Altenburger Land
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04:17 09.11.2018
Frank Schmutzler, Leiter der Kreisstraßenmeisterei, präsentiert die einsatzbereiten Flotte der Winterdienstfahrzeuge. Quelle: Jörg Reuter
Mockern

„Wir sind bereit, der Winter kann kommen.“ Mit dieser Botschaft wandte sich die Kreisstraßenmeisterei trotz der aktuellen Temperaturen von bis zu 20 Grad Celsius an die Öffentlichkeit. Seit dem 15. Oktober sei das Team um Frank Schmutzler in Mockern, keine 500 Meter vom geografischen Mittelpunkt des Landkreises entfernt, für die kalte Jahreszeit gewappnet. Die Flotte der Räum- und Streufahrzeuge stehe startbereit in der Kreisstraßenmeisterei, sagt deren Chef, Frank Schmutzler. Auf Nachfrage räumt er ein, dass diese Einsatzbereitschaft eine Herausforderung sei.

Straße ist nicht gleich Straße

Nicht zuletzt, weil die Fahrzeuge intensiv genutzt werden. Allein im Winterdienst sind sie täglich auf 227 Kilometer Kreisstraßen unterwegs. Darin enthalten sind auch 65 Kilometer innerörtliche Verkehrsweg. „Verpflichtet sind wir als Kreis nur, unsere Straßen außerhalb der Ortschaften zu räumen. Aber inzwischen haben wir mit fast allen Kommunen Amtshilfe vereinbart und räumen Kreisstraßen auch in den Orten“, sagt Schmutzler und erläutert weiter: Grundsätzlich gebe es unterschiedliche Zuständigkeiten, was den Winterdienst betrifft. Bundesstraßen und Autobahnen werden im Auftrag der Bundesrepublik geräumt. Um die Landesstraßen kümmert sich der Freistaat und für die kommunalen Straßen tragen die Städte und Gemeinden die Verantwortung. „Also wenn die Fahrbahn nicht ordentlich geräumt ist, hat das nicht unbedingt etwas mit uns zu tun.“ Im Gegenteil, so Schmutzler: Der Kreis erfülle seine Aufgabe so gut, dass er sogar weitere 48 Kilometer Strecke im Auftrag von Kommunen und dem Land räumt.

750 Tonnen Salz im Silo

Zwischen 400 000 und 600 000 Euro kostet den Kreis der Winterdienst. Dafür stehen sieben Fahrzeuge bereit, ausgestattet mit Streuer-Aufsätzen. Diese sind gemietet, rund 30 000 Euro kostet das den Landkreis zusätzlich. Dennoch ein gutes Geschäft, findet Schmutzler, denn für diese Summe könnte wohl nur ein Streuer gekauft werden, der aber in wenigen Jahren verschleißt. „Die Mietgeräte werden alle vier Jahre erneuert, und erst kürzlich haben wir nagelneue erhalten.“ Mit diesen wird Salz – in den 1200 Tonnen fassenden Silos in Mockern sind 750 Tonnen Natriumchlorid eingelagert – und Lauge ausgebracht, die in der Kreisstraßenmeisterei aus Regenwasser produziert wird.

Auch ohne Schnee keine Langeweile

Bei Schnee und Eis sind in zwei Schichten 14 Fahrer auf vier Routen im Altenburger Land unterwegs, wenn nötig sieben Tage die Wochen, zwischen 3 und 22 Uhr. Derzeit ist das natürlich nicht notwendig. Langweilig werde es den Straßenwärtern aber nicht. „Wenn es im Winterdienst nichts zu tun gibt, verschneiden wir Bäume. Die Gehölzpflege hat jetzt am 1. November begonnen. Außerdem sind wir aktuell mit der Leitpfostenwäsche beschäftigt, und wir befreien die Bankette von Ablagerungen“, zählt Schmutzler auf. Darüber hinaus sind sieben Kilometer Schneezaun von insgesamt neun aufgebaut. Der Rest konnte wetterbedingt noch nicht gestellt werden. „Weil wir noch nicht auf alle Felder kommen. Die Bauern wirtschaften dort bis jetzt, und zum Teil sind auch noch Früchte wie Zuckerrüben im Boden.“

Von Jörg Reuter

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