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8. Skatstadt-Marathon in Altenburg feiert sechs neue Rekorde

Großveranstaltung 8. Skatstadt-Marathon in Altenburg feiert sechs neue Rekorde

Vier neue Streckenrekorde, die meisten Teilnehmer und die meisten Finisher – der 8. Skatstadt-Marathon geht in die Geschichte ein. Herausragender Athlet war erneut Vincent Hoyer, der über 13,3 Kilometer eine neue Bestmarke lief und nun drei Streckenrekorde hält. Den Marathon gewann überraschend Marco Möhler aus Haida. Antje Müller aus Leipzig siegte bei den Frauen.

3305 Läuferinnen und Läufer, darunter viele Kinder, erreichen am Sonnabend beim 8. Skatstadt-Marathon in Altenburg das Ziel – so viele wie noch nie.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Was für ein Sport-Fest! Der 8. Skatstadt-Marathon geht mit sechs neuen Rekorden in die Geschichte ein. Mit 3788 gab es so viele Anmelder wie noch nie und mit 3305 Finishern noch nie so viele Läufer, die das Ziel erreichten. Es fielen die Bestmarken über 5,4 Kilometern bei den Frauen und Männern. Außerdem unterbot Vorjahres-Marathon-Sieger Vincent Hoyer diesmal die Bestzeit über 13,3 Kilometer und Karoline Robe jene über den Halbmarathon.

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Der 8. Skatstadt-Marathon geht mit sechs neuen Rekorden in die Geschichte ein. Mit 3788 gab es so viele Anmelder wie noch nie und mit 3305 Finishern noch nie so viele Läufer, die das Ziel erreichten.

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Keinen Rekord stellte Marco Möhler auf, dafür gewann er überraschend den Marathon der Männer, seinen ersten überhaupt. Bereits zum vierten Mal in Altenburg über 42,195 Kilometer am Start, setzte sich der 29-Jährige zwischen Lindenau-Museum und Orangerie aus der Führungsgruppe ab. Der Versuch gelang, niemand konnte ihm folgen. „Damit hab´ ich überhaupt nicht gerechnet“, konnte der zurückhaltende Mann aus dem Örtchen Haida bei Freiberg in Sachsen sein Glück kaum fassen. „Ich wusste natürlich, dass die Konkurrenz diesmal nicht so stark ist und fühlte mich kräftemäßig sehr gut. Die Stimmung war fantastisch. Nächstes Jahr komme ich auf jeden Fall wieder.“

Das will auch Lokalmatador Steffen Burkhardt, der mit Platz vier vorliebnehmen musste und darüber etwas enttäuscht war. „Da helfen keine Ausreden, die Vorbereitung lief einfach nicht gut“, ärgerte sich der 26-Jährige aus Windischleuba etwas, konnte kurz darauf aber schon wieder lachen. „Besser als heute sollte es 2017 auf jeden Fall werden.“

Das würde auf der 13,3-Kilometer-Distanz schwierig. Denn Vincent Hoyer unterbot mit 43:42 Minuten deutlich die Bestmarke aus dem Jahr 2014 (45:55). Womöglich wäre sogar mehr drin gewesen, denn der sympathische Leipziger hatte in der Woche schon drei Wettkämpfe absolviert. Vor allem die Anstiege stressten den nunmehr dreifachen Rekordhalter, der neben den 13,3 Kilometern auch die Rekordlisten über den Halb- und den Marathon anführt. Hoyer wird auf seine fünf Starts 2017 einen sechsten folgen lassen. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, hier in Altenburg zu laufen“, sagte er. Das ist ganz klar. Denn auch Freundin Karoline Robe, die im vergangenen Jahr wegen der Geburt von Töchterchen Emilia auf einen Start verzichtete, gewann diesmal auf Anhieb den Halbmarathon und unterbot die alte Bestmarke um sechs Sekunden.

Was das Skatstadt-Event für unglaubliche Geschichten schreibt, sah man am Sieg vom Antje Müller im Marathon der Frauen. „Ich freue mich riesig.“ Mehr war der Leipzigerin nach ihrem Zieleinlauf leider nicht zu entlocken, denn sie musste schnurstracks zurück in die Messestadt. Dort begann kurze Zeit später ihre Arbeit in einem Labor.

Nach dem Start der Marathonis am Vormittag sorgten – bei leichtem Nieselregen – wie immer die Kinderläufe für Stimmung in der City. Mit am Start der erst anderthalbjährige Till Voigt aus Altenburg, der die 400 Meter beherzt, aber sicherheitshalber an der Hand von Mama Claudia anging.

Die Organisatoren hatten erneut dafür gesorgt, dass sich Starts und spannende Zieleinläufe abwechselten und bis nach 13 Uhr die Teilnehmer ununterbrochen auf dem Markt beklatscht wurden. Von dieser Stimmung sichtlich überrascht und begeistert waren vor allem die auswärtigen Marathonis, die das erste Mal in Altenburg an den Start gingen. Denn obwohl es drei große rote Hinweisepfeile gab, verpassten die meisten von ihnen die Kehrtwende für die zweite Runde und mussten von Helmut Nitschke gestoppt und persönlich jedes Mal um die Kurve geleitet werden. „Man denkt immer, es geht nicht mehr zu toppen, aber es geht“, sagte ein zufriedener, aber erschöpfter Marathon-Sprecher, nachdem niemand mehr auf der Strecke war, Zäune und Zielbereich abgebaut waren.

Von der Stimmung angesteckt, freute sich auch Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD). Vor allem über die vielen gut gelaunten Kinder und Jugendlichen, die so viel Optimismus ausstrahlen. Doch selbst bei so viel Euphorie war dem OB nicht zu entlocken, ob er beim nächsten Mal womöglich selbst an den Start geht. „Ich bin doch den ganzen Tag am Start“, schmunzelte Wolf, um sogleich den Startschuss für den nächsten Lauf zu geben.

Von Jens Rosenkranz

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