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Altenburg 8000 Besucher sorgten in Göpfersdorf für Ausnahmezustand
Region Altenburg 8000 Besucher sorgten in Göpfersdorf für Ausnahmezustand
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15:09 16.10.2016
Handzahme Tauben faszinieren große und kleine Besucher. Quelle: Nicole Rathge-Scholz
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Göpfersdorf

Schon die Einfahrt ins beschauliche Örtchen Göpfersdorf war ein Abenteuer, Tausende Autos wo das Auge hinschaute und Massen an Menschen, die auf den Straßen in den Ortskern flanierten. Da konnte man gespannt sein, was einen an diesem Tag zum traditionellen Kunst- und Bauernmarkt in diesem Jahr erwarten wird.

Und das war eine Menge. Neben zahlreichen Ständen mit Leckereien von Wildkräutersuppe, über Spanferkel bis hin zu frisch geräucherten Forellen und Pferdewurst kamen bei Quarkbällchen, Kuchen und Eis auch die Naschkatzen unter den Gästen auf ihre Kosten.

Mitorganisatorin und Keramikerin Karin Gentsch-Geist freut sich über das Gewusel im Dorf. „Wir haben in diesem Jahr wieder 87 Händler auf dem Dorfberg und 30 Händler alleine hier auf dem Kunsthandwerkerhof“, sagt sie und freut sich über die zufriedenen Gesichter, der Gäste. Rund 8000 waren es diesmal. „In diesem Jahr haben wir zwei neue Highlights, zum einen die junge Organistin Sarah Schreck, die in der Kirche ein Konzert an der Orgel gibt und eine Taubenshow am Feuerwehrhof.“

Taubenshow begeistert Besucher

Letztere zog zahlreiche Schaulustige an. Der gebürtige Mazedonier Sebastian Raca, der immer einen flotten Spruch auf den Lippen hatte und das Publikum nicht nur mit seinen Tauben, sondern auch mit seinem Charme unterhielt, gab den Besuchern einen Einblick in seine Arbeit. Rund 200 Tauben nennt er sein Eigen, mit denen er jeden Tag trainiert. „Ich züchte Tauben seit meinem siebenten Lebensjahr. Meine Hauptrasse sind Birmingham Roller“, berichtet er und schickt seine Tauben gen Himmel, wo sie zeigten, was sie können. Die Tiere machten in der Luft Rollen und andere flugakrobatische Figuren. Seine Show dauerte gut eine Stunde und am Ende holte er noch die weißen Hochzeitstauben heraus. Die Besucher waren ob der handzahmen Tauben begeistert. Jeder konnten sie auf den Arm nehmen, streicheln und aus der Hand füttern. „Ich bin überwältigt, wie viele Gäste hier zum Markt gekommen sind“, schwärmt der Wermsdorfer, der gern wiederkommen würde.

Während sich die Eltern an den zahlreichen Ständen, an denen es von handgeflochtenen Körben, über Zwiebelzöpfe bis hin zu Haushaltsartikeln eine große Auswahl gab, konnten die Kinder auf der Strohhüpfburg toben, Basteln und echte Kühe in Augenschein nehmen.

Konzert und Ausstellung in der Kirche

In der Dorfkirche gab es neben dem Orgelkonzert eine Ausstellung zum Thema Wald und Klima. Pfarrer Götz-Ulrich Coblenz bemerkte, dass die Ausstellung eigens für den Bauernmarkt aufgebaut wurde und noch 14 Tage zu sehen sei. Zusammengestellt hat die Präsentation Sozialarbeiter Uli Haas. „Ich finde die Ausstellung sehr schön, da ich grün ticke“, sagt der Pfarrer, der mit der Ausstellung auf die Bewahrung der Schöpfung aufmerksam machen möchte.

Acht Stunde lang konnten die Besucher auf dem riesigen Areal flanieren und sich bei Kaiser vergnügen, so auch Renate Holpert aus Gößnitz. „Wir kommen schon mehrere Jahre hier her. Es gibt gute Angebote, leckeres Essen, man trifft Bekannte und alle geben sich große Mühe. Wir sind rund um zufrieden und unsere Taschen voll.“

Von Nicole Rathge-Scholz

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