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Abriss von 50 Wohnungen wird in Lucka vorbereitet

Umbau für eine Million Euro Abriss von 50 Wohnungen wird in Lucka vorbereitet

Die Luckaer Wohnungsgenossenschaft baut alte Wohnanlagen für rund eine Million Euro um. Unter anderem soll der große Block in der Clara-Zetkin-Straße teilweise zurückgebaut werden. Fünf der neun Eingänge sollen verschwinden.

Wird teilweise zurückgebaut: dieser Wohnblock in der Luckaer Clara-Zetkin-Straße.
 

Quelle: Mario Jahn

Lucka.  Zurückhaltung übte die Luckaer Wohnungsgenossenschaft im vergangenen Jahr bei Investitionen. Das sei notwendig gewesen, weil vor allem 2016 größere Vorhaben anstehen, die erhebliche Kosten verursachen, erklärt Vorstandsvorsitzender Lutz Funke. In den 894 Wohnungen, die zum Bestand des Vermieters gehören, seien aber alle anfallenden Reparaturen erfolgt. In kleine Projekte wie die Schaffung von zwölf zusätzlichen Stellplätzen in der Altenburger Straße in Meuselwitz oder die Erneuerung von Trinkwasserleitungen in Häusern in Meuselwitz habe man ebenfalls investiert. „Nicht zu verachten seien außerdem die Kosten, die die Renovierung von leergewordenen Wohnungen für Nachmieter verursacht hat“, sagt er auf Nachfrage.

Das habe allerdings den Anstieg des Leerstandes von 6,3 Prozent im Jahr 2014 auf 7,3 Prozent im Vorjahr nicht verhindern können. Als Grund dafür nannte er die demografische Entwicklung, die auch um den Luckaer Vermieter keinen Bogen macht. In dem Zusammenhang verwies er darauf, dass das Durchschnittsalter der Mieter in der Genossenschaft bei 66,4 Jahren liege.

„Die meisten leerstehenden Wohnungen haben wir derzeit in Lucka. Dies ist vor allem dem Gebäude geschuldet, das wir teilweise zurückbauen wollen“, erklärt Funke. Dabei geht es um den Wohnblock in der Clara-Zetkin-Straße 30 bis 46, bei den Luckaer auch das Flachdach genannt. Weil das Gebäude vorwiegend noch DDR-Standard habe, traf der Vorstand die Entscheidung, fünf der neun Eingänge mit 50 Wohnungen abzureißen. Die davon betroffenen rund 20 Mieter seien über die Pläne informiert und manche bereiten sich schon auf einen baldigen Umzug vor. Einige werden in die Nachbareingänge ziehen. Andere, die eine höhere Miete zahlen können, versucht die Genossenschaft in sanierten Wohnraum umzulenken. „Bei den Umzügen unterstützen wir unsere Mieter natürlich“, versichert Funke. Ein Teil der dabei entstehenden Kosten sei wie der Rückbau förderfähig.

Für den Abriss hat die Genossenschaft Fördergelder beim Land beantragt. Maximal können das laut Funke 180.000 Euro sein. „Mit dieser Summe lässt sich der Teilrückbau kostendeckend bestreiten. Wenn allerdings unvorhergesehene Dinge zu Tage kommen, wie Baumaterial, das gesondert entsorgt werden muss, dann kann es schnell teurer werden“, weiß er aus der Zeit als Chef der Altenburger Wohnungsgenossenschaft. Weil sich der Auszug der Mieter bis Ende des Jahres hinziehen könnte, soll der Teilabriss erst 2017 über die Bühne gehen. Voraussetzung dafür sei allerdings der Fluss der Fördergelder, betont der Vorstandsvorsitzende, denn aus eigener Kraft könne die Gesellschaft das nicht stemmen. Ein kompletter Abriss erfolge aus zwei Gründen nicht: Zum einen wegen der Bilanzen und zum anderen, weil den verbliebenen Mieter nicht genügend preisgünstiger oder geeigneter Wohnraum aus dem eigenen Bestand angeboten werden kann.

Im laufenden Jahr konzentriert sich die Wohnungsgesellschaft, die Häuser in Lucka, Meuselwitz, Haselbach und Staschwitz hat, darauf, die Wärmeversorgung in mehreren Wohngebäuden zu modernisieren. In drei Luckaer Wohngebäuden mit 96 Quartieren ist geplant, die einzelnen Gasthermen in den Wohnungen durch eine große gemeinsame zu ersetzen. Funke rechnet hier mit Kosten von rund einer Dreiviertel Million Euro. Im Meuselwitzer Ortsteil Mumsdorf ist geplant, die Heizungsanlage für drei Wohnblöcke mit 54 Quartieren zu erneuern. Investieren will der Vermieter hier rund 250.000 Euro. Mit diesen beiden großen Investitionen schöpft die Genossenschaft in diesem Jahr das finanziell Machbare aus.

Von Marlies Neumann

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