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Abschluss der Bahnhof-Sanierung verzögert sich weiter

Abschluss der Bahnhof-Sanierung verzögert sich weiter

Die für Ende Juni angekündigte und auf Mitte Juli verschobene Fertigstellung der Bahnhof-Sanierung verzögert sich weiter. Als Ursachen nennt die Bahn unter anderem den langen Winter sowie den nicht vorhergesehenen schlechten Zustand bestimmter baulicher Anlagen.

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Am Bahnsteig 1 wird noch immer gewerkelt, wie hier bei Pflasterarbeiten. Eigentlich sollte die Sanierung Ende Juni abgeschlossen sein.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. "Das ist ja richtig hell hier", staunt Gerhard Müller, nachdem er den Bahnsteig 1 des Altenburger Bahnhofes betreten hat. Sonnenlicht fällt reichlich durch die Fenster im Bahnsteigdach. Müller, der nur sporadisch mit dem Zug fährt, hat zwar von den Umbauarbeiten an den Außenanlagen des Bahnhofes seit vergangenem Jahr gehört. "Was hier tatsächlich entsteht, wusste ich nicht genau. Aber das wird richtig schmuck", ist sich der Rentner sicher.

So wie Gerhard Müller geht es derzeit vielen Reisenden. Allerdings wird deren Geduld, mit Provisorien zu leben, inzwischen arg strapaziert. Noch immer sind Teile des Bahnsteiges an Gleis 1 ungepflastert, ist der Fahrstuhl nicht in Betrieb und versperren Absperrgitter Teile der Außenanlagen. Dabei teilte die Deutsche Bahn als Bauherr noch Ende Juni mit, dass sich die Fertigstellung der rund eine Million Euro teuren Sanierungsarbeiten zwar verzögert, aber man bis Mitte Juli durch sein wolle.

Anfang September ist der Bahnhof aber noch immer Baustelle. Dafür gab es eine ganze Reihe von Ursachen, argumentiert die Bahn. "Die noch fehlenden Unterlagen für die TÜV-Abnahme erwarten wir in den nächsten Tagen", stellt eine Bahnsprecherin zumindest für die baldige Inbetriebnahme des Liftes in Aussicht.

Für den Bauverzug insgesamt gibt es gleich eine ganze Reihe von Problemen. Zuerst nennt die Bahnsprecherin den langen und extremen Winter, wegen dem zwischen Ende Oktober und März die Arbeiten vollständig ruhten. Weiterhin konnte für die anstehenden Arbeiten erst keine Vergabe erfolgen, so dass sich eine zweite Ausschreibung beziehungsweise Vergabe erforderlich machte.

Auch während der Arbeiten traten Überraschungen zutage, die den Baufortschritt weiter verzögerten: So war das Bahnsteigdach an Gleis 1 in statisch derart schlechtem Zustand, dass ein komplettes Feld nicht mehr erhalten werden konnte und sich deshalb zusätzliche Planungen erforderlich machten, die derzeit noch in Arbeit sind. Hinzu kam, dass die Personenunterführung in das Verschönerungsprogramm für den Bahnhof aufgenommen wurde und auch der Abriss der Bahnsteigkante an den Gleisen 2 und 3 in Richtung Zwickau zusätzlich ausgeführt wurden. Außerdem mussten beim Setzen der Bahnsteigkanten über dem Personentunnel zusätzlich Balken eingebaut werden.

Zudem läuft seit Juni die Streckenmodernisierung zwischen Altenburg und Paditz, was ebenfalls wiederholt die Arbeiten auf dem Bahnhof beeinflusst. "In Anbetracht der komplexen Gesamtsituation können wir noch keinen konkreten Fertigstellungstermin nennen. Es soll dann aber eine offizielle Inbetriebnahme der Anlagen geben", so die Bahnsprecherin.

Zumindest ein Problem löst sich mittlerweile: Die vor dem Bahnhof parkenden Taxifahrer sowie deren Kundschaft ärgerten sich immer wieder über eine völlig verstopfte Regenrinne gleich neben der Haltespur der Taxis. Bei Starkregen, den es in jüngerer Vergangenheit immer wieder gab, überflutete das gestaute Regenwasser die Stellfläche, sodass Kundschaft kaum trockenen Fußes zu den Taxis kam (OVZ berichtete). Eigentlich sicherte die Bahn schon bis zum 8. Juli eine Reinigung der verstopften Rinne zu. Damit wurde zwar nach einigen Tagen begonnen, aber kurz nach dem Beginn der Arbeiten zog der damit beauftragte Arbeiter Augenzeugen zufolge wieder ab. Offenbar ging man bei der Bahn davon aus, dass die Arbeiten auftragsgemäß ausgeführt wurden.

Auf OVZ-Nachfrage nahm der zuständige Bahnhofsmanager die zugesetzte Rinne in der vergangenen Woche erneut in Augenschein. Danach veranlasste er umgehend nochmals die Reinigung des Abflusses. Die Arbeiten dauern derzeit noch an.

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