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Altenburg Abstieg oder nicht?
Region Altenburg Abstieg oder nicht?
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20:07 08.04.2014
Vollen Einsatz zeigt Franziska Holz, auf deren Schultern die meiste Last liegt. Dennoch reicht es nicht zum Sieg. Quelle: Mario Jahn

Abgestiegen ist das Team von Trainer Volker Friedrich aber noch nicht. Aufgrund einiger Unklarheiten in den Ligen ober- und unterhalb ist der Verbleib in Mitteldeutschen Oberliga immer noch möglich.

Bevor das letzte Heimspiel der Saison startete, bedankte sich die Mannschaft bei den Zuschauern. Die Trommler von Como Vento erhielten einen Gutschein für ein gemeinsames Training und freuten sich über den Erlös des Kuchenverkaufs, den ihnen die Mannschaft überließ. Dann aber ging es in die letzte Heimpartie gegen den Tabellendritten aus Sachsen-Anhalt. Den besseren Start erwischten zweifelsfrei die Gäste: Mit einem 0:5-Lauf konnte Niederdodeleben vor allem über die Außenbahnen immer wieder sicher vollstrecken. Die Aufbau-Frauen dagegen trafen ein ums andere Mal den Pfosten oder setzten die Bälle direkt daneben.

Schnell wurde deutlich, dass Aufbau nicht einen solchen Tag erwischen sollte, an dem alles passte. Wieder einmal verletzungs- und ausfallsgeschwächt in die Partie gestartet, oblag die Last, ein ansehnliches und erfolgreiches Spiel aufs Parkett zu bringen, vor allem Co-Kapitän Franziska Holz. Sie machte ihre Sache trotz des frühzeitigen Rückstands gut, netzte selbst zwölfmal ein und setzte ihre Nebenspielerinnen ein ums andere Mal schön in Szene. Bis zur Halbzeit untermauerte der Tabellendritte jedoch seine Favoritenstellung und ging mit einem beruhigenden 11:20-Vorsprung in die Pause.

In die zweiten 30 Minuten starteten allerdings die Aufbau-Frauen besser. Angespornt, sich ordentlich vom heimischen Publikum zu verabschieden, flammte der altbekannte Kampfgeist im Altenburger Team auf. Die Frauen besannen sich auf ihre Stärken und konnten den Neun-Tore-Rückstand aus Halbzeit eins auf drei Tore verkürzen. In genau diesen Situationen, in denen wieder Hoffnung auf einen Punktgewinn aufkeimte, vermochten es die Gegner, noch eine Schippe mehr draufzulegen und sich etwas Luft zu verschaffen. Letztlich konnte die Friedrich-Truppe aber die zweite Halbzeit (10:9) für sich entscheiden, damit die schwache erste Hälfte wettmachen und zu einem versöhnlichen Spielabschluss zu kommen.

Spielerisch ist die Mannschaft durch dieses Ergebnis abgestiegen. Da lediglich noch ein Spiel verbleibt und der rettende neunte Tabellenplatz drei Punkte entfernt liegt, kann es das Team weder aus eigener Kraft noch mit Schützenhilfe schaffen, einen der drei Abstiegsplätze zu verlassen. Offiziell ist der Abstieg aus Liga vier aber noch nicht. Bisher ist unklar, wie viele Mannschaften aus der Sachen-, Thüringen- oder Sachsen-Anhalt-Liga aufsteigen wollen. Vor der MHV-Staffelkonferenz in der letzten Woche meldeten alle drei Verbände jeweils einen Aufsteiger. Zur Konferenz selbst zog Gispersleben (Thüringen) jedoch zurück. Da in Sachsen-Anhalt der Erst- und Zweitplatzierte den Aufstieg ablehnte und nun der Drittplatzierte sein Aufstiegsrecht wahrnehmen möchte, geht der verbleibende dritte Aufstiegsplatz an Sachsen. Dort hat wiederum nur eine Mannschaft gemeldet, sodass unklar bleibt, ob es überhaupt einen dritten Aufsteiger geben wird.

Laut MHV-Regularieren muss die Mannschaftsstärke von zwölf Teams gehalten werden. Doch auch aus Liga drei kommen keine eindeutigen Signale. Drei Spieltage vor dem Ende der Saison könnten noch zwei Mannschaften in die Mitteldeutsche Oberliga absteigen (Salzland und Oschatz). Das würde bedeuten, dass es sogar einen vierten Absteiger geben wird. Halten allerdings beide Mannschaften die Klasse, würde es nur zwei Absteiger geben. Damit würde Aufbau Altenburg weiter in der MDOL spielen. Zudem verdichten sich Gerüchte, dass Oschatz auch bei einem sportlichen Verbleib in Liga drei zurück in den heimischen Verband wechseln will - und damit freiwillig absteigt.

Mehr Eventualitäten und Ungereimtheiten kann es eigentlich im Moment nicht geben. Zweifelsfrei ist dagegen, dass die Mannschaft es spielerisch nicht geschafft hat, ihr Saisonziel zu erreichen. Dementsprechend muss das Team nun in den sauren Apfel beißen und andere darüber entscheiden lassen.

Altenburg: Wodrich, Wippich, Dietrich (2 Tore), Lange (2), Winkler (1), Mahnstein (3), Herziger, Langstein, Lingk, Holz (12/5), Ebersbach (1).

Annekathrin Rudolph

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