Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Abwasserstreit in Lohma gütlich beigelegt
Region Altenburg Abwasserstreit in Lohma gütlich beigelegt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:11 05.04.2018
Toiletten und Duschen können im Sportlerheim Lohma wieder genutzt werden, der Streit ums Abwasser ist beigelegt. Quelle: Jörg Reuter
Anzeige
Langenleuba-Niederhain/Lohma

Die Probleme sind aus der Welt geschafft. Die Gemeinde Langenleuba-Niederhain hat sich mit dem Nachbarn gütlich geeinigt und einen Vertrag mit den Grundstückseignern abgeschlossen, der die Durchleitung des Abwassers vom Sportplatz Lohma nun für die Zukunft regelt. Darüber informierte kürzlich Niederhains Bürgermeister Carsten Helbig (SPD) den Gemeinderat. Damit ist pünktlich zur Saisonbeginn der normale Betrieb auf dem Sportplatz beziehungsweise im Sportlerheim im Langenleuba-Niederhainer Ortsteil Lohma wieder möglich – und es fließt kein böses Blut mehr.

Wie berichtet, kam es im Herbst zum Streit zwischen einem Nachbarn des Sportlerheims und der Gemeinde, die für die Einrichtung zuständig ist. Stein des Anstoßes war die unklare Einleitung des Abwassers aus dem Sportlerheim durch die Rohrleitung des Nachbarn. Das lief zwar seit Jahren irgendwie stillschweigend, doch genau das schmeckte den Eigentümern des Grundstücks insofern nicht, weil eben nichts – keine Rechte, keine Pflichten – vertraglich festgeschrieben war. Auf dem Höhepunkt der Eskalation wurde der Gemeinde untersagt, die anfallenden Abwässer durchzuleiten, woraufhin Bürgermeister Helbig erst einmal die Nutzung untersagte. Wenig später verschloss die Gemeinde den Abfluss der Klärgrube, sodass kein Wasser mehr in die strittige Leitung gelangen konnte (die OVZ berichtete).

Anfang des Jahres dann saßen die Parteien erneut zusammen und fanden gemeinsam einen Weg aus dem Schlamassel. „Es lief alles in Frieden ab und wir haben einen guten Vertrag unterzeichnet, der der Gemeinde ein Durchleitungsrecht sichert“, berichtet Helbig. Und er betont, dass es den Nachbarn wichtig war, dass die Gemeinde dafür keine Gebühren zahlen muss. „Damit sind unsere Probleme komplett ausgeräumt. Und solange sich an der Nutzung nichts ändert, können wir unser Abwasser wieder durch die Leitung fließen lassen“, erklärt Helbig.

Auf die Frage aus dem Gemeinderat, was das zwischenzeitlich notwendige Entleeren der Klärgrube über die Wintermonate gekostet habe, antwortete Helbig: 350 Euro.

Von Jörg Reuter

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Nobitzer Ortsteil Wilchwitz wurde beim Hochwasser 2013 arg heimgesucht. Und schnell wurde versprochen, dass im Dorf ein wirksamer Flutschutz errichtet wird. Nach fast fünf Jahren hat sich aber noch immer nichts getan. Jetzt will eine Bürgerinitiative Druck machen.

08.04.2018

Bis zum Ende der Ferien erwartet Manja Ebelshäuser, Elternsprecherin der Wieratalschule, Antwort vom Oberschulamt. Ihr und den anderen Müttern und Vätern der Schüler ist die Sache ernst. Denn sie sind stinksauer über den Ausfall an der Bildungsstätte.

05.04.2018

Heftig genagt hat der Zahn der Zeit an der Kulturhalle im Meuselwitzer Ortsteil Zipsendorf – das Gebäude ist innen und außen sanierungsbedürftig. Das soll sich jetzt ändern.

08.04.2018
Anzeige