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Altenburg Adventsgala der Tanzschule Schaller und des Tanzkreises Schwarz-Gold in Kosma
Region Altenburg Adventsgala der Tanzschule Schaller und des Tanzkreises Schwarz-Gold in Kosma
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18:11 04.12.2017
Ein Hauch von Bundesliga auf dem kleinen Parkett von Kosma. Das A-Team begeistert mit einem Formationstanz das Publikum. Quelle: Klaus Peschel
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Kosma

Autsch. Das hat wehgetan. Und alle haben es gesehen. Der kleine Junge lag auf dem Parkett und überlegte. Weinen oder weitertanzen. Er rappelte sich auf, zog die Mütze über die Ohren – und der Tanz der Schlüpfe konnte weitergehen. Applaus im ausverkauften Kulturhof Kosma.

Die Tanzschule Schaller und der Tanzkreis Schwarz-Gold Altenburg hatten am ersten Advent gemeinsam zu einer Tanzgala eingeladen. Diese Veranstaltung hat Tradition. Sie ist eine Weihnachtsfeier für die Tänzerinnen und Tänzer und darüber hinaus auch für alle anderen tanzbegeisterten Altenburgerinnen und Altenburger. In einem knapp dreistündigen Programm präsentierte sich Deutschlands älteste Tanzschule von all ihren Seiten. Außer Rock ´n´ Roll. Die Jüngsten eröffneten die Schau, sie hüpften und wirbelten als Schneeflocken durch den Saal und sangen: „Es schneit, es schneit …“. Den Schlusspunkt setzten die Turniertänzer und Turniertänzerinnen, die weiträumig das Geviert abschritten.

Im Ablauf der einzelnen Programmpunkte ließ sich anschaulich der Weg verfolgen, den Schülerinnen und Schüler von den ersten spielerischen tänzerischen Schritten bis zum Leistungssport mit einer ausgefeilten Choreographie zurücklegen müssen. Die über einhundert am Programm Beteiligten zeigten aber in erster Linie, dass Tanzen Spaß macht.

Den tänzerischen Nachmittag im Kulturhof Kosma moderierte in bewährter Weise Birgit Schaller. Sie ist Vorsitzende des 1. TSC Tanzkreis Schwarz-Gold Altenburg. Für die weihnachtliche Tanzgala lässt sie sich jedes Jahr ein anderes, mal mehr und mal weniger weihnachtliches Märchenkostüm schneidern. Waren es in den vergangenen Jahren Frau Holle oder der Weihnachtsbaum, die ihr das Kostüm gaben, so betrat sie in diesem Jahr als Hahn das Parkett in Kosma. „Wir hatten die Idee, künftig Kostüme aus der Tierwelt zu verwenden, das dürfte für die nächsten zehn Jahre reichen“, sagte Birgit Schaller zur Begrüßung der Gäste. Der Hahn hatte als Bremer Stadtmusikant die beste Übersicht. Und auch Birgit Schaller hatte am Adventssonntag alles sicher im Auge und den nötigen Überblick für die opulente Gala.

Den behielt sie auch dank zahlreicher Helfer aus dem Verein. Da waren schnell Kostüme zu wechseln und die Akteure mussten auf die Minute auf dem Parkett stehen. Es zeigte sich, dass Tanzschule und Tanzkreis zwei eingespielte Teams sind. Es konnte sich sehen lassen, was in einem Jahr mit Spaß und harter Arbeit auf das Parkett gebracht wurde. Dafür gab es selbstverständlich auch eine Belohnung. Und die kam vom Weihnachtsmann. Und der kam an diesem Nachmittag mit seinem Wägelchen gleich zweimal in den weihnachtlichen Tanzsaal. Einmal vor der Pause für die jüngeren Tänzer – und ein zweites Mal am Ende für die schon fast Erwachsenen und die Könner, die sich dem Turniertanz verschrieben haben.

Doch der Weihnachtsmann sei schon ein alter Mann, er höre schwer und deshalb müsse er gerufen werden, sagte Birgit Schaller. Es folgte ein ohrenbetäubender Ruf aus fast einhundert Kinderkehlen, der den Kulturhof Kosma zum Wackeln brachte. Die Bescherung war klassisch, aber ohne Rute. Ohne Gedicht und Weihnachtslied ging es jedoch auch nicht ab. Die Sprüche und Lieder waren amüsant und kurzweilig. Der kleine Chor der Herren vom A-Team am Schluss der Gala bewies Humor und Selbstironie. Die einhellige Meinung: Die sieht man lieber tanzen, als dass man sie singen hört. Legten sie doch zuvor als Höhepunkt des Nachmittags mit ihren Damen einen Formationstanz auf das Parkett, der Weltniveau hatte. Nicht ohne Stolz teilte Birgit Schaller dem Publikum in Kosma mit, dass das A-Team vor einer Woche auf einem internationalen Wettbewerb in Wien den dritten Platz belegte.

Auf einen Höhepunkt im kommenden Jahr machten Tanzschule und Tanzkreis schon jetzt aufmerksam. Am 3. und 4. März findet ein großes Formationsturnierwochenende im Goldenen Pflug in Altenburg statt.

Als die begeisterten Zuschauer am Abend auf dem Parkplatz standen, stellten sie fest, wie recht die Jüngsten hatten, als sie sangen „Es schneit, es schneit …“. Ihre Prophezeiung war eingetroffen. Drei Zentimeter Weiß lag auf den Autos. Da half nur der Besen.

Von Klaus Peschel

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