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Altenburg Ämter und Dienstleister des Altenburger Landes reagieren auf Grasmahd-Beschwerde
Region Altenburg Ämter und Dienstleister des Altenburger Landes reagieren auf Grasmahd-Beschwerde
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18:05 28.07.2017
OVZ-Leser Michael Etzold beschwerte sich über mangelhafte Straßenrandpflege und die damit verbundene Gefahr von Bränden und Unfällen. Quelle: Michael Etzold
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Altenburg

„Legt endlich die Straßen wieder frei!“, forderte OVZ-Leser Michael Etzold aus Ziegelheim in einem Leserbrief, der am 7. Juli diesen Jahres abgedruckt wurde. Etzold empörte sich darin über die mangelhaften Straßenmäharbeiten im Altenburger Land. „Wer derzeit durch den Landkreis fährt, kann nur den Kopf schütteln über den Zustand der Straßenränder“, begann sein Schreiben. „Straßenränder sind nicht mehr erkennbar, Leitpfosten zugewachsen. Die Brandgefahr steigt täglich.“ Besonders kritisch erschien ihm die Situation auf „Bundes- und Kreisstraßen, den meistfrequentierten Straßen und den Aushängeschildern des Landkreises gegenüber Durchgangsverkehr und Gästen. Müssen erst Unfälle passieren, weil man schlicht die Straßenbreite (besonders bei Dunkelheit) nicht mehr einschätzen kann?“

Noch am selben Tag erhielt Etzold von der Kreisstraßenmeisterei des Altenburger Landes eine Antwort und Klarstellung. Bei den Straßen, auf die er sich bezog, handele es sich „in keinem Fall um Straßen in der Zuständigkeit des Landkreises“, sondern „ausschließlich um Landes- und Bundesstraßen, welche in der Zuständigkeit des Thüringer Straßenverkehrsamtes liegen.“ Dieses wiederum klärt auf OVZ-Anfrage auf: „Der Leistungsumfang wird außerorts durchschnittlich zweimal pro Jahr erbracht.“ Die Dienstleistung der Grasmahd werde über eine öffentliche Ausschreibung in den einzelnen Landkreisen vergeben und gelte für ein Jahr.

Aktuell verantwortlich für die Grasmahd an Bundes- und Landesstraßen im Altenburger Land – aber auch für die Kreisstraßen – ist nach wie vor die Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft (TSI). Laut deren Internetauftritt ist das Unternehmen allein in Thüringen für 5172 Kilometer auf B- und L-Straßen verantwortlich. Den Bedarf für Mäharbeiten würden die Dienstleister jedoch nicht selbstständig ermitteln, stattdessen werde es ihnen von den entsprechenden Straßenbauämtern mitgeteilt.

„Die konkrete räumliche und zeitliche Notwendigkeit der Mäharbeiten wird unter anderem im Zuge der Streckenkontrollen erfasst. Von den Straßenbauämtern werden dann konkrete Einzelaufträge mit Angaben zu Ort und Durchführungszeitraum an die Auftragnehmer gegeben“, so das Verkehrsministerium. Man habe jedoch stets ein offenes Ohr: „Soweit Hinweise der Bürger eingehen, werden diese selbstverständlich aufgegriffen und geprüft.“

So auch geschehen nach Michael Etzolds Leserbrief: Am 12. Juli erhielt die Redaktion der OVZ eine weitere Nachricht samt Vergleichsfotos: „Bereits Montagmittag (10. Juli) mähten zwei LKW der TSI die Bundesstraße 180 bis zur Landesgrenze hinter Gösdorf“, schrieb Etzold erfreut.

Von Christian Neffe

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