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Altenburg Agentur Altenburg-Gera: Beschäftigung in Ostthüringen ist stabiler
Region Altenburg Agentur Altenburg-Gera: Beschäftigung in Ostthüringen ist stabiler
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05:00 27.04.2016
Auf dem Arbeitsmarkt entwickelt sich die Situation im Altenburger Land positiv. Quelle: dpa
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Altenburg

Die Zahl jener Menschen, die aus dem ersten Arbeitsmarkt heraus arbeitslos wurden, ist im vorigen Jahr in Ostthüringen und auch im Altenburger Land deutlich zurückgegangen. Das geht aus statistischen Erhebungen der Agentur für Arbeit Altenburg-Gera hervor. In ihrem Wirkungsbereich meldeten sich 2015 rund 14 360 Personen arbeitslos und damit 8,9 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor. Im Altenburger Land waren es 3381 Männer und Frauen, was einem Rückgang von sogar 13,4 Prozent entspricht.

Fachkräfte sind begehrt

„Damit sind die Beschäftigungsverhältnisse insgesamt stabiler geworden“, kommentierte Agenturchef Ralph Burghart die Zahlen. Die Personalchefs würden das Mittel der Entlassung nur nutzen, „wenn es sich absolut nicht vermeiden lässt“, sagte er. Vor allem Fachkräfte werden möglichst nicht auf die Straße gesetzt.

Kündigungen sind laut Burghart vor allem in witterungsabhängigen Branchen wie dem Bausektor vorzufinden. Oftmals wüssten die betroffenen Mitarbeiter aber, dass sie in wenigen Wochen wieder eingestellt werden. Der größte Teil jener Personen, die den blauen Brief erhielten, kommt im Altenburger Land denn auch aus dem Baugewerbe, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Handel. Vor allem Zeitarbeiter haben jedoch einen geringen Halbzeitwert. 525 jener 3381 Männer und Frauen, die sich im vorigen Jahr im Altenburger Land arbeitslos melden mussten, waren Zeitarbeiter.

In ganz Ostthüringen ist das ähnlich. Aus diesen vier Branchen kommen 58 Prozent jener Menschen, die arbeitslos wurden.

Chance durch Personaldienstleister

Eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt fanden im vorigen Jahr in Ostthüringen 13 340 Personen und damit 5,2 Prozent weniger als 2014. Im Altenburger Land waren es 3259 Männer und Frauen, das entspricht einem Rückgang von 7,2 Prozent. Die Arbeitslosen fanden im Altenburger Land vor allem auf dem Bau, im verarbeitenden Gewerbe und im Handel einen Job, was für die Wiedereinstellung spricht. 673 Menschen nahmen eine Zeitarbeit auf, im Agenturdeutsch Arbeitnehmerüberlassung genannt. Unter ihnen befinden sich laut Agenturchef Burghart viele Ältere, Jugendliche, Langzeitarbeitslose und Personen ohne Berufsabschluss. „Personaldienstleister bieten also oftmals gute Möglichkeiten, die Arbeitslosigkeit zu beenden.“

Wer einen neuen Job findet, kann damit rechnen, nicht gleich wieder vor die Tür gesetzt zu werden. Neu aufgenommene Beschäftigungsverhältnisse seien insgesamt stabiler geworden, umschreibt es Burghart. So seien in Ostthüringen sechs Monate nach dem Start noch immer rund 80 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt und ein Jahr später noch 66 Prozent in Lohn und Brot. Bei Zeitarbeitern liegt der Wert bei 69 beziehungsweise 58 Prozent.

Jobs in der Nähe des Wohnortes

Etwa jede zweite Person aus dem Altenburger Land, die im vorigen Jahr die Arbeitslosigkeit hinter sich ließ, fand im Landkreis und damit wohnortnah einen Job. Weitere 14 Prozent sind in Thüringen in ein neues Beschäftigungsverhältnis eingestiegen, der Rest wollte oder musste in ein anderes Bundesland ausweichen. Vor allem Zwickau (340 Personen), Gera (231), Leipzig (144) und der Landkreis Leipzig (142) boten hierbei passende Arbeitsstellen. In ganz Ostthüringen liegt der Wert einer wohnortnahen Neu-Beschäftigung bei 65 Prozent. Diese Personen müssten nicht pendeln, die Zahl sei ebenfalls ein Beleg für die gestiegene Beschäftigungsqualität im Agenturbezirk Altenburg-Gera, heißt es.

Von Frank Prenzel

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