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Agnesgarten, Mönchsgasse und Bahnhof sollen wieder funkeln

Landesgartenschau 2024 Agnesgarten, Mönchsgasse und Bahnhof sollen wieder funkeln

Durch die Landesgartenschau 2024 könnte Altenburg zahlreiche Vorhaben umsetzen. Dazu zählen unter anderem die Aufwertung von Bahnhof und Vorplatz, die touristische Erschließung des Historischen Friedhofs sowie die schon seit Jahren geplante Sanierung des Agnesgartens im Schlosshof. Die OVZ stellt diese und die anderen Projekte vor.

Im Zuge der Landesgartenschau soll der Altenburger Bahnhofsvorplatz aufgehübscht werden. Er erhält zehn Bänke und ebensoviele Pflanzkübel.
 

Quelle: Mario Jahn

Altenburg.  Soll Altenburg die kostspielige Landesgartenschau (Laga) 2024 ausrichten oder nicht? Darüber gibt es geteilte Meinungen. Doch welche Projekte sind eigentlich vorgesehen? Die OVZ stellt heute jene Standorte, die sich außerhalb der Kernzonen befinden, und die Vorhaben des Residenzschlosses vor.

Zu den städtebaulichen Begleitprojekten auf externen Standorten gehört zum einen der Historische Friedhof, dessen Ensemble saniert werden soll. Kapelle und beide Seitenflügel werden – so wie auch die Fürstengruft und die historischen Grabmale – für eine touristische Nutzung erschlossen. Ein weiteres externes Areal ist der 22 Hektar große Kleingartenpark Jüdengrund. Dort erfolgen die Wege- und Platzgestaltung sowie die Offenlegung des Baches. Neben der Ausstattung der Aufenthalts- und Spielbereiche ist ein Kleingartenmuseum vorgesehen.

Dritter Standort ist der Botanische Erlebnisgarten. Vorgesehen sind die Instandsetzung von Einfriedung, Wegen, Beeteinfassungen, des Sommer- und des Gewächshauses sowie die Sanierung des Badehauses und des Schwimmbeckens. Für Friedhof, Jüdengrund und Botanischen Garten sind Investitionen in Höhe von 5,7 Millionen Euro vorgesehen.

Zu den städtebaulichen Begleitmaßnahmen außerhalb der Kernzonen gehört zum einen der Bahnhof, dessen Vorplatz aufgewertet werden soll. Er erhält zehn Bänke, ebensoviele Pflanzkübel und zwei Fahrradabstell-Anlagen. Außerdem werden der Fußboden in der Unterführung saniert und die WC-Anlage am Busbahnhof abgerissen. Entlang der Wettinerstraße werden zeitweise 20 Blumenkübel mit Bäumchen aufgestellt. Außerdem wird der Schlossberg oberhalb des Pauritzer Teiches zwischen Stadtarchiv und Treppenabgang aufgehübscht.

Des Weiteren sind die Umgestaltung des Keplerplatzes, der grundhafte Ausbau der Straße Unterm Schloss, die Sanierung des Gewölbes der Blauen Flut in diesem Bereich und die Neugestaltung der Frauengasse geplant. Im Umfeld der Roten Spitzen sollen die Fischhälter saniert werden und der Neubau der Mönchsgasse erfolgen. Außerdem werden der Parkplatz und die Straße am Kleinen Teich zu einem verkehrsberuhigten Bereich umgestaltet und die Toilettenanlage abgerissen.

Ein weiteres Areal ist das Umfeld des Großen Teiches. Dort wird der Wanderweg im Stadtwald erneuert, das Gebäude Zwickauer Straße 58 abgerissen und ein Biotop am Nonnengrundbach angelegt. Der Weg von der Zwickauer Straße südlich des Tennisplatzes über die ehemalige Gartenanlage zum Nonnengrundweg wird dauerhaft zu einem Geh- und Radweg ausgebaut. Auch der Nonnengrundweg zwischen Medicum und Paditzer Straße wird als Geh- und Radweg ausgebaut. Zwischen Festplatz und Skatbank-Arena wird ein durchgängiger Fußweg angelegt. Für die beschriebenen Vorhaben wie Bahnhof, Schlosspark, Keplerplatz, Kleiner Teich sowie die Wege sind insgesamt 5,6 Millionen Euro veranschlagt.

Ein letztes Projekt außerhalb der Kernzonen betrifft Vorhaben des Eigenbetriebes Residenzschloss, die mit 3,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Hier geht es um die Instandsetzung der Schlossparkmauer südlich des Teehauses sowie um die Reparatur der Mauer auf der Schlossauffahrt sowie entlang von Neuer Sorge und Schlossberg.

Letztendlich ist auch die Sanierung des Agnesgartens geplant. Damit könnte ein Vorhaben umgesetzt werden, das Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) bereits 2008 angekündigt hatte. Grundlage dafür war eine Diplomarbeit von Martina Oeser, die sie 2005/2006 am Berliner Institut für Landschaftsarchitektur angefertigt hatte und die die Geschichte des Gartendenkmals rekonstruiert. Ihr Konzept orientiert sich im Wesentlichen am Aussehen des Areals am Ende des 19. Jahrhunderts.

Von Jens Rosenkranz

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