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Aladdin verzaubert mit der Wunderlampe das Altenburger Publikum

Weihnachtsmärchen Aladdin verzaubert mit der Wunderlampe das Altenburger Publikum

Aladdin, ein sympathischer Straßenjunge, lebt in der irakischen Hauptstadt Bagdad, in einer der prachtvollsten Städte des alten Orients. Als sich am Sonntagnachmittag im Landestheater Altenburg der Vorhang für das diesjährige Weihnachtsstück für Kinder „Aladdin und die Wunderlampe“ öffnete, gab er deshalb den Blick frei auf eine schöne orientalische Kulisse.

Der Geist aus der Flasche (Ioachim Zarculea als Dschinn) verhilft Aladdin (Avid Moslem) dazu, ein Prinz zu werden, um das Herz der Sultanstochter zu erobern. Mechthild Scrobanita spielt Aladdins Mutter (v.r.n.l.).

Quelle: Sabina Sabovic

Altenburg. Märchen bleiben Märchen und geben kein direktes Abbild der realen Welt. Aladdin, ein sympathischer Straßenjunge, lebt in der irakischen Hauptstadt Bagdad, in einer der prachtvollsten Städte des alten Orients. Damals war diese Welt auch nicht uneingeschränkt gut, aber sie war in ihrer Art heil. Es gab herrliche Paläste und Märkte mit blühendem Handel und vielen Menschen, die sangen und tanzten. Als sich am Sonntagnachmittag im Landestheater Altenburg der Vorhang für das diesjährige Weihnachtsstück für Kinder „Aladdin und die Wunderlampe“ öffnete, gab er deshalb den Blick frei auf eine schöne orientalische Kulisse.

Alle im Großen Saal, Kinder und Erwachsene, fühlten sich verzaubert und ließen sich fantasievoll entführen in eine für sie unbekannte Welt. Dieses Märchen stammt aus der arabischen Sammlung „1001 Nacht“, die vor über 1000 Jahren entstand, und in der die schöne Scheherazade dem Kalifen von Bagdad in genau so vielen Nächten Geschichten erzählt und damit sein Herz gewinnt.

Aladdin, dieser pfiffige Junge, wird von einem Zauberer beauftragt, eine Öllampe in einer nicht ganz ungefährlichen Höhle in der Wüste zu finden. Nachdem der Zauberer ihn zu betrügen versucht, behält er die Lampe für sich, zumal er merkt, dass in ihr ein Zauberer steckt, der die Wünsche des Lampenbesitzers erfüllen muss. Mit Hilfe des Geistes wird er reich und auch etwas mächtig und heiratet die schöne Tochter des Sultans.

Diese Geschichte hat der „Hausdichter“ des Theaters und designierte Schauspieldirektor, Manuel Kressin, in eine Bühnenfassung gebracht und selbst inszeniert. Herausgekommen ist eine wunderschöne, für die Kinder sprachlich leicht verständliche und im Ablauf klare Aufführung mit einer liebevollen, optisch enorm beeindruckenden Bühnengestaltung (Kristopher Kempf). Dies sowie die Kostüme und die Musik (Omer Avci), die teils klangreich das Bühnengeschehen unterstreicht, teils einfach melodiös Kressins Liedtexte für die Akteure leicht singbar macht, schaffen die arabisch-orientalische Atmosphäre mit magischen Momenten, die das kleine und große Publikum ganz gefangen nimmt.

Die Hauptattraktionen auf der Bühne sind ein fliegender Teppich und eine kleine, wenig edel aussehende Wunderlampe mit dem Geist Dschinn darin. Dieser hilft Aladdin, nachdem er sich in die wunderschöne Tochter des Sultans namens Bedrulbudur – wer nur hat diesen Namen erfunden? – verliebt hat und nun auch ihr Herz gewinnen will, sich in einen Prinzen namens Ali zu verwandeln. Das Stück liefert den Beweis, dass es sich lohnt, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen, ganz gleich ob mit Hilfe eines Lampengeistes oder dank seiner eigenen Kraft und Zielstrebigkeit. Die Inszenierung ist zudem eine Herausforderung an die außerordentlich alterschwache Bühnentechnik samt Drehbühne.

Kressin beschränkt das Personal auf fünf Personen und hat mit jeder Besetzung einen Glücksgriff getan und das Altenburger Publikum mit teils neuen Schauspielern bekannt gemacht. Er verlangt von ihnen ein kräftiges gestenreiches Spiel, verbunden mit lautem Sprechen. Das ist für eine aktionsreiche Kinderaufführung gemäß.

Da ist zuvorderst Ioachim Zarculea, der sich um die Darstellung zweier Personen bemühen muss: um die des Sultans und um die des Lampengeistes Dschinn. Das meistert er mit Grandezza und einem körperlich-sportlichen Einsatz, der verblüfft. Mehr noch verblüfft, wie er in kurzer Zeit seine so unterschiedlichen Kostüme wechselt. Dass er sich dadurch öfters auf der Bühne um den festen Sitz seines Turbans kümmern muss, lässt sich sicher im Laufe der Zeit abstellen. Öykü Oktay gibt eine naiv jugendlich kesse Prinzessin mit lebendigem Spiel und schöner Ausstrahlung. Für Avid Moslem ist die Rolle des Aladdin nach seiner Schauspielausbildung das Debüt auf einer Theaterbühne. Das besteht er ohne Einschränkung. Und einen anderen als den von Ouelgo Téné dargestellten Zauberer kann man sich nicht vorstellen. Das war die märchenhafteste Rolle dieser Aufführung in Spiel und Kostüm. Mechthild Scrobanita spielt Aladdins Mutter und zeigt all ihre Erfahrung in Spiel und Gesang.

Am Ende gab es kindgemäß einen nicht so langen, aber heftigen Beifall für die gelungene Weihnachtsinszenierung.

Nächste Familienvorstellungen am
3. Dezember, 17 Uhr, und am 4. Dezember,
11 Uhr. Karten an der Theaterkasse (Tel. 03447 585160).

Von Manfred Hainich

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