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Altenburg Alarm im Altenburger Friedrichgymnasium – doch alles nur Übung
Region Altenburg Alarm im Altenburger Friedrichgymnasium – doch alles nur Übung
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17:25 08.12.2015
Am Altenburger Friedrichgymnasium fand am Dienstagmorgen eine Feuerwehrübung statt. Quelle: Jens Paul Taubert
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Altenburg

„Aber verlassen dann wirklich alle knapp 500 Schüler das Haus schnellstmöglich und gehen diszipliniert an die bekannten Stellplätze, und funktioniert unsere erst vor drei Jahren neu installierte Brandmeldeanlage ausreichend“, fragt sich Thomas Lahr, der Direktor des Altenburger Friedrichgymnasiums. Letztere Anlage habe in der jüngeren Vergangenheit ja mit so manchem Fehlalarm für Feuerwehreinsätze gesorgt.

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Am Altenburger Friedrichgymnasium fand am Dienstagmorgen eine Feuerwehrübung statt.

Pünktlich 11.15 Uhr zerreißt ein durch Mark und Bein gehender Pfeifton die Unterrichtsstille. Dieses Pfeifen übertönt selbst die in den Gängen plötzlich herrschende Betriebsamkeit. Die Schüler scheinen sich auf dem schnellsten Weg nach draußen zu machen. Nicht wegen des imaginären Feuers, vom dem aus der Küche im Keller wabernder Kunstnebel kündet, sondern auch, um diesem die Trommelfelle malträtierenden Ton zu entkommen. Im Keller selbst, so das von Altenburgs Feuerwehrchef René Riedl und Berufsfeuerwehrmann Uwe Müller ersonnene Szenario, ist es zu einem Brand einer Fritteuse gekommen. Die dort beschäftigte Küchenbetreuerin Silke Kirmse ist im dichten Qualm eingeschlossen und hofft auf schnelle Rettung durch die durch die Brandmeldeanlage alarmierte Berufsfeuerwehr.

Schulleiter Lahr hat derweil im Laufschritt die Gänge abgesucht und Zimmer kontrolliert. Und noch zaudernden Schülern ordentlich Beine gemacht. Keine sechs Minuten nach dem Alarm kann er erstmals aufatmen: Alle Schüler und Lehrer sind draußen an den vorgesehenen Plätzen.

Derweil sind auch die Kameraden der Berufsfeuerwehr eingetroffen, sondieren das Areal und machen sich in der total vernebelten Kellerküche auf die Suche nach der Vermissten. Als die um 11.34 Uhr heil von zwei Feuerwehrleuten ins Freie geführt wird, brandet spontan unter den direkt auf der angrenzenden Wiese wartenden Schülern spontaner Applaus auf. Das Mittagessen in der sich unmittelbar anschließenden Pause ist also gesichert.

Was für die Schüler, die vielfach die Aktion auf ihren Handys bannen, eine große Gaudi ist, bleibt für die Feuerwehr und Schulleiter Lahr eine tiefernste Sache. Doch Minuten später gibt es auch bei denen entspannte Mienen: „Alles hat sehr gut geklappt. Nur dass die Schüler quasi direkt neben der arbeitenden Feuerwehr stehen, muss abgestellt werden. Die gehören weiter weg, um nicht zu stören“, so Uwe Müllers Fazit. Das sieht auch Thomas Lahr so, der umgehende Änderung ankündigt. „Aber ansonsten bin ich froh, dass dieser erste Test seit bestimmt sechs Jahren so gut abgelaufen ist. Und für die Schüler war es ja auch mal was Besonderes. Aber nach der Mittagspause geht der Unterricht ganz normal weiter“, bremst Lahr vorsorglich Hoffnungen, dass ab Mittag Schicht mit pauken sein könnte.

Von Jörg Wolf

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