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Altenburg Als neuer Bürgermeister erwartet Carsten Helbig Vertrauen von seinem Gemeinderat
Region Altenburg Als neuer Bürgermeister erwartet Carsten Helbig Vertrauen von seinem Gemeinderat
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05:00 15.07.2016
Carsten Helbig Quelle: Mario Jahn
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Langenleuba-Niederhain

Keinen leichten Start hatte der neugewählte Bürgermeister von Langenleuba-Niederhain, Carsten Helbig (SPD), in der ersten Gemeinderatssitzung, die am Mittwochabend unter seiner Leitung stand. Denn vor seiner Vereidigung musste sich Helbig im Gemeinderat zunächst einmal rechtfertigen. Hatten doch einige Ratsmitglieder rechtliche Bedenken oder sahen mögliche Gewissenskonflikte darin, dass Helbig Bürgermeister, aber auch Angestellter des Bauhofs der Gemeinde sei. In dieser Konstellation wäre er sein eigener Chef. Für Ratsmitglied Hartmut Schmidt (Linke) stellte sich das als knifflige Geschichte dar, die vor der Vereidigung zu klären sei. Ähnlicher Ansichten vertrat Gerd Tobies (Linke).

Überrascht von diesen Befindlichkeiten schien Helbig nicht zu sein. Denn er erklärte ohne Zögern, dass er bereits vor seiner Kandidatur beim Kommunalamt des Landratsamtes nachgefragt habe, ob bei einer Wahl zum Bürgermeister Konfliktpotenzial entstehen könnte. Das sei dort verneint worden. Außerdem seien in der VG Pleißenaue seit Jahren mehrere Bürgermeister in den Bauhöfen der Gemeinden beschäftigt.

„Ich bin auch nicht Chef des Bauhofes, sondern lediglich Angestellter, und meine Stunden werden über das Hauptamt der Verwaltungsgemeinschaft abgerechnet“, betonte er. Um den Aufgaben als ehrenamtlicher Bürgermeister gerecht werden können, habe er zudem seine Wochenarbeitszeit bereits von 40 auf 30 Stunden reduziert. „Ich führe natürlich auch einen Stundennachweis, der jederzeit eingesehen werden kann“, bietet Helbig an. Wenn der Bürgermeister ehrenamtlich ist, müsse aber auch ein „gewisses Vertrauen des Gemeinderates da sein“.

„Mich hat die Mehrheit der Bürger gewählt. Sie alle wissen, dass ich im Bauhof beschäftigt bin und dass ich das nicht aufgeben“, betonte er. Mit diesen klaren Ansagen gaben sich die Bedenkenträger schließlich zufrieden, und die Vereidigung des neuen Gemeindeoberhauptes konnte erfolgen. Diese nahm Lothar Werner (UWGW) als ältestes Gemeinderatsmitglied vor.

Als erste Amtshandlung verabschiedete Helbig dann den ehemaligen Bürgermeister Jürgen Schneider (parteilos) und dankte ihm für die 17 Jahre, in denen dieser für die Gemeinde tätig war.

Weil Helbig bisher Vizebürgermeister war, wurde auch die Wahl eines neuen stellvertretenden Bürgermeisters erforderlich. Aus den Reihen des Gemeinderates gab es dafür zwei Vorschläge. Helbig selbst hatte Petra Keller (UWGW) ins Feld geführt. Karsten Olbrich (CDU/WG CDU), der zur Bürgermeisterwahl dessen Gegenkandidat war, wurde von Hartmut Schmidt vorgeschlagen. Mit sechs zu fünf Stimmen wählte der Gemeinderat schließlich Petra Keller zum stellvertretenden Bürgermeister.

Von Marlies Neumann

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