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Altenburg Alt und dennoch jung:Kita "Herzogin Amalie" wird 180
Region Altenburg Alt und dennoch jung:Kita "Herzogin Amalie" wird 180
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00:27 12.09.2015
Simon, Anne und Jonatan (v.l.) zeigen, wo es langgeht: Ihr Kindergarten feiert den 180. Geburtstag. Quelle: Mario Jahn
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Man schrieb das Jahr 1835

Doch es passierte noch etwas anderes. Herzogin Amalie von Sachsen gründet den ersten Kindergarten Altenburgs. Damals noch als "Kinderbewahranstalt". Und als Reaktion auf die damaligen sozialen Missstände, auch als Folge der beginnenden Industrialisierung.

Im Herbst ist das 180 Jahre her. Der evangelische Kindergarten "Herzogin Amalie" feiert deshalb eine große Geburtstagssause. Eine Woche - beginnend am Montag, dem 28. September - wird das Fest dauern. "So ein Jubiläum ist uns schon eine ganze Woche wert", betont Leiterin Birgit Dietze. Immerhin gehört der Kindergarten ihren Worten zufolge zu den drei ältesten im Freistaat Thüringen.

Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, zusammen mit den 98 Kindern der Betreuungseinrichtung, die natürlich wissen, dass bald ein großes Fest ansteht. Seit einem Vierteljahr gibt es im evangelischen Kindergarten bereits die Reihe "Also früher war das so". Der Name ist Programm. "Wir holen viel von früher auf", erklärt Dietze. Zu erzählen gibt es genug, denn in 180 Jahren ist schließlich viel passiert. Auch der Kindergarten hat sich in der Zeit stark verändert, erlebte Auf- und Abschwünge. So wurden zwar bereits Ende des 19. Jahrhunderts 150 Kinder betreut, 1923 verzeichnete die Einrichtung in Folge politischer Unruhen allerdings ein Betreuungstiefstand.

Heute ist der Kindergarten im Magdalenenstift mit Blick über die Skatstadt untergebracht, betreut werden inzwischen auch Kinder ab einem Jahr. Im Haus pflegen Leitung und Erzieher zudem den Kontakt zu den Senioren, die im Stiftsgebäude wohnen. Austausch zwischen den Generationen also.

Auf viele verschiedene Generationen hofft Birgit Dietze auch bei der Festwoche. Die Kleinen und ihre Eltern sind natürlich dabei. Am 28. September zur gemeinsamen Feier etwa. Vorher schneiden die Kinder gemeinsam mit Ehrengästen schon mal die Geburtstagstorte an. Das Singspiel "Käptn Noah und die fast vergessenen Holzwürmer" am 1. Oktober ist ein weiterer besonderer Programmpunkt. Einen Tag später sind alle Ehemaligen des Kindergartens - Kindergartenkinder und Erzieher gleichermaßen - um 19 Uhr zu einem großen Wiedersehen eingeladen.

Laut Leiterin Dietze ist das vielfältige Programm für alle eine große Herausforderung. "Der Geburtstag bringt uns noch enger zusammen", schwärmt sie.

Höhepunkt der Jubiläumswoche ist Sonntag, der 4. Oktober. Der evangelische Kindergarten feiert dann ein Fest auf dem Gelände des Magdalenenstifts. Bereits um 10 Uhr gibt es einen großen Festgottesdienst. Besonders begrüßt werden das älteste anwesende ehemalige Kindergartenkind, die älteste Kinderbetreuerin und das am weitesten angereiste ehemalige Kindergartenkind. Leiterin Birgit Dietze hofft deshalb auf viele Ehemalige - in seiner 180-jährigen Geschichte hat der Kindergarten davon schließlich so manche hervorgebracht. © Kommentar

Lucas Grothe

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