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Altenburg: Bauernmarkt entuppt sich als Magnet

Altenburg: Bauernmarkt entuppt sich als Magnet

Duftende Blumen, schmackhafte Speisen, kuschelige Ponys, hämmernde Futterschroter - die jüngste Auflage des Altenburger Bauernmarktes am Sonnabend war einmal mehr ein Fest für alle Sinne.

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Immer wieder ein Hingucker auf dem Altenburger Bauernmarkt sind die Futterschroter.

Quelle: Mario Jahn

Und wie ihre Vorgänger ein lohnendes Ausflugsziel für Familien. Rund 50 Händler, Direktvermarkter, Betriebe und Vereine hatten auf dem Markt ihre Buden und Stände aufgebaut. Dazwischen Hunderte von Besuchern, die das bunte Treiben genossen und dabei der einen und anderen Verlockung nicht widerstehen konnten oder wollten.

 

Wie in den Vorjahren bestimmten zum Frühlingsbauernmarkt die Gärtnereien der Region mit Pflanzen und Sämereien das Angebot. "Der Renner waren heute Gurkenpflanzen", so Christine Meinhardt von der gleichnamigen Gärtnerei aus Selka. Sie war wie viele Anbieter nicht zum ersten Mal da. "Der Bauernmarkt ist für alle gut", erklärte sie und meinte Händler wie Besucher gleichermaßen. Nach Altenburg hatte sie dementsprechend viel mehr Pflanzen mitgenommen als zum Wochenmarkt. "Hier sind ja auch deutlich mehr Menschen unterwegs."

 

Letzteres kam aber nicht bei allen gleich gut an. "Dass hier so viele Leute sind, ist nicht schön", befand die sechsjährige Kira angesichts der Drängelei. Ansonsten aber war das Mädchen begeistert vom Bauernmarkt. Die große Stroh-Pyramide zum Spielen und Toben, die Pferde, Ziegen und Alpakas, all das sei super, erzählte sie mit leuchtenden Augen. Ganz klar, dass da Mutter Annett Schneider genauso zufrieden war. "Das Schöne hier ist, dass alles nah beieinander und der Altenburger Markt mit Leben erfüllt ist."

 

Für diese Lebendigkeit sorgten nicht nur die Händler, sondern auch ein landwirtschaftliches Rahmenprogramm. Eine riesige moderne Erntemaschine, historische Traktoren sowie Vereine boten etwas fürs Auge und repräsentieren zugleich die Tradition der Landwirtschaft des Altenburger Landes sowie deren Entwicklung. "Jugendliche, aber vor allem Kinder sehen uns mit Staunen zu und wollen alles wissen", freute sich Karl Heymann über die Neugierde der Gäste. Für den Vereinschef der Futterschroter und seine Truppe war es eine Selbstverständlichkeit, beim Bauernmarkt wieder mitzumischen. "Wir werden jedes Jahr eingeladen", erzählte der Rositzer, während er in der Tracht der Malcher mit stetem Klacken eine Sense dengelte. Doch der Erfahrungsaustausch war nicht einseitig. "Wenn wir hier sind, bekommen wir auch viele Tipps von alten Bauern", erklärte Heymann. Das sei besonders wichtig, weil es immer weniger werden, die die alten Techniken der Landwirtschaft noch kennen. Schließlich habe sich sein Verein auf die Fahne geschrieben, diese für zukünftige Generationen zu bewahren. "Und hier auf dem Bauernmarkt ist immer ein Geben und Nehmen."

 

Worte, die dem Cheforganisator, Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD), runtergehen wie Öl. "Ich bin sehr zufrieden", bilanzierte er während seiner Stippvisite im Gewimmel. Das Gros der Händler seien Stammkunden, mit denen die Stadt seit Jahren zusammenarbeitet. "Das ist inzwischen ein Selbstläufer und die Zahl der Anbieter ziemlich stabil."

 

Das heißt natürlich nicht, dass es am Samstag nichts Neues zu entdecken gab. So war das Ponyreiten für Kinder erstmals im Programm. Etwa Neues gab es auch am Stand des Vereins Altenburger Bauernhöfe: Altenburger Milbenkäse. "Das ist heute die Markteinführung", erzählte Ulrich Müller. Gekleidet in die historische Tracht der Bauern des Altenburger Landes, boten die Mitglieder wie jedes Jahr auch das beliebte Mühlenbrot und Kartoffelpuffer an. Laut Vereinsvorsitzendem Martin Burkhardt seien 700 Laibe Brot und fast 1000 Kartoffelpuffer gebacken und verkauft worden.

 

© Kommentar

Jörg Reuter

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