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Altenburg: Belegschaft kritisiert Klinikreform

Altenburg: Belegschaft kritisiert Klinikreform

Rund 80 Mitarbeiter des Klinikums Altenburger Land beteiligten sich gestern an der bundesweiten Protestaktion gegen die im Bundeskabinett gebilligte Krankenhausreform von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

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Protest am Klinikum Altenburg.

Quelle: Mario Jahn

Dazu hatte die Gewerkschaft Verdi an über 1300 Kliniken aufgerufen.

 

"Ich komme gleich wieder." Das sei einer der häufigsten Sätze gegenüber den Patienten. Und das, obwohl sie wüssten, das sie nicht gleich wieder kommen können, erzählt Sylvia Hupfe. Sie seien auf Station schon jetzt ständig unter Zeitdruck, ergänzt Annett Koch. Um die 60 Überstunden würden die Kollegen vor sich herschieben, beschreibt Ivette Straßburger die Auswirkung des Personalmangels. Nun befürchten die Schwestern der Station 24, dass durch die Krankenhausreform die Situation noch schlechter wird. Deshalb beteiligten sie sich an der Aktion und hielten weiße Blätter mit Zahlen in die Höhe.

 

"Jede dieser Zahl symbolisiert eine fehlende Stelle in den Kliniken der Bundesrepublik", erläutert Bern Becker, Tarifkoordinator bei Verdi. Laut Angaben seiner Gewerkschaft müssten insgesamt 162 000 Beschäftigte mehr eingestellt werden. Doch nach Geld für mehr Personal sehe es im Moment nicht aus, sind sich auch die Geschäftsführer des Klinikums, Gundula Werner und Lutz Blase, sicher. "Ich denke, es geht im Grunde nur darum, die Zahl der Krankenhäuser zu verringern", so Gundula Werner.

 

Das Mittel sei, um das zu erreichen, die Kliniken noch mehr unter finanziellen Stress zu setzten. Auch wenn sie davon überzeugt sei, so Werner, dass die Altenburger Klinik nicht verschwindet, würden die Kürzungen, die in dem Gesetzesvorschlag enthalten sind, zu spüren sein. Zwar sei angekündigt, mehr Geld für Personal bereitzustellen. Aber es werde verschwiegen, dass gleichzeitig Mittel gestrichen werden, so die Geschäftsführer. Tatsächlich bekämen die Häuser am Ende weniger Geld, bleibe das Gesetz unverändert. Und das schließe dann mehr Belegschaft aus, sind sich Werner und Blase einig. Deshalb beteiligte sich auch die Klinikleitung am Protest.

 

Wie viel Personal mehr in Altenburg schon jetzt gebraucht würde, könne er nicht seriös sagen, so Blase. Das hänge davon ab, was für eine Art Klinik gewollt ist. "Das Medizinische decken wir ab, auf der Strecke bleibt die Zuwendung."

Jörg Reuter

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