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Altenburg Altenburg: Die Linke feiert sich
Region Altenburg Altenburg: Die Linke feiert sich
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00:30 10.09.2015
Zusammen mit Landrätin Michaele Sojka, Landtagsabgeordnetem André Blechschmidt und Ministerin Birgit Klaubert erinnert Ex-Kreisvorsitzender Dieter Plötner (v.l.) an den Beginn der Parteiarbeit nach der Wende. Quelle: Mario Jahn
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Garbisdorf

Denn der Ortsteil gehört zur Gemeinde Göpfersdorf, die mit Klaus Börngen seit 1999 einen Bürgermeister der Linkspartei stellt und wohl als derzeit einzige im Kreis einen Einwohnerzuwachs verzeichnen kann. Beides symbolisiert die Erfolgsgeschichte der Linken, die vor 25 Jahren undenkbar war und mit der Verlässlichkeit von Personen zu erklären ist, wie Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn betonte. Denn nach dem Mauerfall hatten die Menschen das Vertrauen zu den SED-Nachfolgern komplett verloren. Dass dies heute anders ist, liege an denjenigen, die den Kopf hingehalten haben, so Höhn.

Einer davon ist Klaus Hübschmann aus Schmölln. Dessen jahrelanges unermüdliches Engagement als Kommunalpolitiker und Sportfunktionär honorierten die Schmöllner vor fünf Jahren mit einem grandiosen Ergebnis zur Bürgermeisterwahl, bei der ihm nur 16 Stimmen zum Einzug ins Rathaus fehlten. Doch auch für den 66-Jährigen grenzt es wegen der Vorgeschichte der Linken an ein Wunder, "dass die Leute wieder Vertrauen zu uns gefasst haben. Vor 25 Jahren lag die Partei am Boden. Ich hätte nicht gedacht, dass wir jemals wieder hochkommen", sagte er der OVZ. "Oft wurden wir beschimpft, und niemand setzte auf uns noch einen Pfifferling", erinnerte sich auch Dieter Plötner, der erste Altenburger Kreischef, der bis 1997 auch den mit Schmölln fusionierten Kreisverband leitete.

Eine Frau, die auf besondere Weise die Wiederauferstehung linker Politik verkörpert, ist Birgit Klaubert, deren jahrzehntelange Tätigkeit im Thüringer Landtag und einer ebenso langen Arbeit im Altenburger Stadtrat seit dem vergangenen Jahr mit einem Ministeramt gekrönt wurde. "Hätte mir damals jemand gesagt, in 25 Jahren bis du Ministerin, hätte ich denjenigen zum Arzt geschickt", verpackte Klaubert ihre Erinnerung an die Wendezeit in einen Scherz. "Dass wir durchgehalten haben, könnte zu unserer ganz großen Stärke werden. Vor allem um das zu ändern, was uns nicht gefällt." Denn wie schwierig die Phase vom Opponieren zum Regieren ist, merkt die 60-Jährige jetzt, wo sie in Erfurt Dinge durchsetzen muss, die sie vorher rundweg abgelehnt hätte.

Dass sie überhaupt zur Kommunalpolitik fand, ist Peter Bergner aus Meuselwitz zu verdanken, der sie als damaliger Parteifunktionär zur Kandidatur für den ersten Altenburger Stadtrat animierte. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter von Sabina Fache, Abgeordnete der letzten DDR-Volkskammer, chauffierte Bergner die Altenburgerin auch nach Bonn und fuhr vor dem Wasserwerk, dem Tagungsort des Bundestags, mit einem Wartburg vor. "Na da war was los", erinnerte er sich. Zur anstehenden Bürgermeisterwahl in seiner Stadt wird er nicht noch mal kandidieren. Wohl aber bei der Kandidatensuche mithelfen. Denn nur verlässliche Leute, weiß auch er, schaffen Vertrauen. © Kommentar

Jens Rosenkranz

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