Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Altenburg Altenburg: Feuerwehr muss in der Nacht in die Münsaer Straße – Verdacht der Brandstiftung
Region Altenburg Altenburg: Feuerwehr muss in der Nacht in die Münsaer Straße – Verdacht der Brandstiftung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:26 14.09.2016
Einen Einsatz gab es für die Feuerwehr. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Zu einem von der Rettungsleitstelle Gera gemeldeten Wohnungsbrand mussten Altenburgs Feuerwehren in der Nacht zum Mittwoch an eine bestens bekannte Anschrift ausrücken. „Die Leitstelle alarmierte uns gegen 2.05 Uhr über einen Brand in dem Mehrfamilienhaus Münsaer Straße 43. Dorthin mussten wir schon mehrfach wegen ähnlicher Vorfälle ausrücken“, informierte der verantwortliche Wachleiter der Altenburger Berufsfeuerwehr, Uwe Müller. Er erinnert sich bereits an drei bis vier Feuer an gleicher Adresse, die offensichtlich immer vom gleichen Bewohner gelegt worden waren.

Wie bei solchen Alarmierungen üblich, rückten nicht nur die sechs Löschprofis in die Münsaer Straße aus, sondern wurden gleichzeitig die Freiwilligen Wehren Altenburg, Kosma, Paditz, Ehrenberg sowie Rositz angefordert, die zusammen mit 26 weiteren Feuerwehrleuten, davon allein elf aus Rositz, anrückten.

Vor Ort stellte sich heraus, dass es tatsächlich brannte. Aber nicht in einer Wohnung, sondern im Treppenhaus. Dort hatte der mutmaßliche Brandstifter, der in einer Erdgeschosswohnung lebt, vermutlich Papier auf der hölzernen Treppe entzündet. Die beiden anderen Hausbewohner aus dem Obergeschoss, zwei Männer im Alter von 65 und 29 Jahren, hatten das Feuer zu dieser nachtschlafenden Zeit glücklicherweise rechtzeitig bemerkt, konnten Alarm schlagen und sich selber in Sicherheit bringen.

„Das Feuer haben wir sehr schnell gelöscht. Der 53-jährige Mann im Erdgeschoss, der das Feuer vermutlich gelegt hatte, war noch in seiner Wohnung. Wir mussten die Tür gewaltsam aufbrechen, um ihn in Sicherheit zu bringen. Zuvor mussten wir ihn aber noch beruhigen“, erklärte Müller. Alle drei Bewohner blieben unverletzt. Das Haus ist weiter bewohnbar, so dass sie wieder in ihre Quartiere zurückkehren konnten.

Die Polizei prüfte noch vor Ort, wie mit dem 53-jährigen mutmaßlichen Brandstifter, der offenbar unter psychischen Problemen leidet, weiter zu verfahren ist. „Aber die Staatsanwaltschaft lehnte weiter Maßnahmen gegen den Verdächtigen, also eine Ingewahrsamnahme oder Einweisung in eine psychiatrische Klinik ab, so dass auch er wieder zurückkehren konnte“, sagte der Sprecher der Landespolizeiinspektion Gera, Andreas Bart.

Erst im April diesen Jahres musste die Feuerwehr zu einem ähnlichen Brandfall an die gleiche Adresse ausrücken. Damals hatte der 53-Jährige in seinem Bad in der Badewanne diverse Küchenutensilien aus Plastik entzündet.

Der Feuerwehreinsatz war am Mittwoch gegen drei Uhr beendet.

Von Jörg Wolf

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einwohner von Altenburg Nord und Südost beklagen eine schwindende Wohnqualität, vor allem wegen Lärm und wilder Müllablagerungen. Als Verursacher machen die Bewohner mehr und mehr Flüchtlinge aus, die mit Abfalltrennung nicht zurecht kommen. Beschwerden bei Polizei und Sozialarbeitern haben bislang nichts gebracht.

14.09.2016

Bei einem Verkehrsunfall in Rositz wurde am Montag eine 64-jährige Autofahrerin leicht verletzt. Sie kam von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Metallgitter und einer metallenen Straßenlampe. Der Rettungsdienst brachte die Frau ins Krankenhaus.

14.09.2016

Kleine Geräte, große Wirkung: Die Überwachungskameras im Altenburger Kino Capitol haben einigen Staub aufgewirbelt. So ermittelt die Staatsanwaltschaft Gera in dieser Sache nach einer anonymen Anzeige wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Allerdings gilt das Verfahren als „einstellungsreif“.

13.09.2016