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Altenburg Altenburg: Flüchtlingszahl steigt auf monatlich 200
Region Altenburg Altenburg: Flüchtlingszahl steigt auf monatlich 200
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00:41 13.09.2015
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Das erklärte Vize-Landrat Matthias Bergmann, der die Landrätin während ihres Urlaubs offiziell vertritt, am Donnerstag vor der Presse.

Bergmann hatte am Mittwoch mit sämtlichen hauptamtlichen Bürgermeistern oder ihren Vertretern sowie den VG-Chefs vertraulich im Landratsamt konferiert und präsentierte gestern das Ergebnis. Angesichts des noch vor Wochen nicht zu erwartenden Flüchtlingsstromes hätten alle Städte und Gemeinden sich bereit erklärt, bei der Unterbringung mitzuhelfen, Wohnungen zu suchen und anzubieten. Das gelte sowohl für kommunale als auch private Vermieter. Ihm sei klar, dass einige, vor allem kleine ländliche Gemeinden, dazu nicht in der Lage sind. Dennoch wolle er niemanden ausklammern, damit sich die anderen nicht zurücklehnen und die Last weiterhin auf wenigen Schultern liegt, so Bergmann. Bei dem Vorhaben, die Unterbringung gleichmäßiger zu verteilen, sei bei der Beratung am Mittwoch Konsens erzielt worden. Dieses vorhandene Wir-Gefühl müsse nun erkennbar nach außen getragen werden. Noch in dieser Woche erwarte er die ersten Angebote.

Am Prinzip der dezentralen Unterbringung, also in Wohnungen, wolle der Landkreis festhalten. Allerdings werde nach wie vor eine zweite Gemeinschaftsunterkunft gesucht, um jene in Schmölln zu entlasten. Dafür komme aber nicht mehr nur allein die Sprottestadt infrage. Welche Orte dies sind, ließ Bergmann unbeantwortet. Fest steht nur, dass das Heim nicht nach Altenburg soll, weil dort im Moment die meisten Flüchtlinge beherbergt werden.

Wie lange der Kreis mit den vorhandenen Kapazitäten die Bewerber aufnehmen kann, ließ der Vize-Landrat ebenso unbeantwortet. Sicherlich sei irgendwann die Grenze erreicht. Dann müsse man die Option von öffentlichen Einrichtungen wie Sporthallen nutzen. Welche das sein könnten, hänge von den Zahlen derjenigen ab, die untergebracht werden müssten, sagte der Vize-Landrat.

Auch ohne zusätzliches Personal im Landratsamt und die nötigen Räume können die steigenden Flüchtlingszahlen nicht mehr bewältigt werden, sagte Bergmann. Akut nötig seien mindestens vier Mitarbeiter, im nächsten Jahr deutlich mehr. Hinzu komme die Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge. © Kommentar

Jens Rosenkranz

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