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Altenburg Altenburg: Herzhafter Rogg’n Roll statt musikalischer Rock ’n’ Roll
Region Altenburg Altenburg: Herzhafter Rogg’n Roll statt musikalischer Rock ’n’ Roll
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16:08 22.09.2016
Beißen genüsslich in die neue Burger-Kreation: Annika, Marwin, Louis-Lennox und Klara (v.l.) von der Freien Grundschule „Känguru“. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Altenburg

Wie bei einer Kochshow ging es am Mittwoch bei „Satt statt platt“ im Goldenen Pflug in Altenburg zu. Beim Projekttag, einer Thüringer Initiative für gesunde Lebensführung, die in die fünfte Runde ging, konnten sich Viert- und Achtklässler aus dem Landkreis über gesunde Ernährung und regionale Produkte informieren. Die Älteren wurden zudem über berufliche Perspektiven in der Lebensmittelbranche aufgeklärt. Zwei Klassen, die 4b der Wilhelm-Busch-Schule und die 8a des Friedrichgymnasiums, gewannen dabei sogar Gutscheine für kostenlose Frühstücke vom Klinikum Altenburger Land.

Klaus-Jürgen Kamprad, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Kamprad und Mitorganisator der Aktion, zeigte auf einem Präsentiertisch, wie der Wrap „Rogg’n Roll“ zubereitet wird. Zwischendurch kamen die Schüler auch nach vorn, um von den Äpfeln zu naschen. Das Rezept bekamen alle am Ende in die Hand gedrückt, damit sie das Gericht auch selbst einmal, vielleicht mit ihren Eltern, ausprobieren. Mit 321 Kalorien pro Stück können die Kinder diese Mahlzeit viermal täglich verzehren, ohne fatale Folgen für das eigene Gewicht.

In Anlehnung an den musikalischen Hit „I love Rock’n’Roll“ aus den 1980er Jahren haben sich die Altenburger Organisatoren dieses Jahr den neuen Burger ausgedacht. Der Wrap „Rogg’n Roll“ – bestehend aus Tomate, Rindfleisch, Salat, Möhre, Gurke, Apfel und Joghurtdressing – ist kerngesund, leicht und schnell zubereitet. Die kostenlosen Zutaten steuerten für diese Veranstaltung regionale Firmen wie Käserei Altenburger Land (Ziegenrahm), Fleischerei Schellenberg (Roastbeef) und Obstgut Geier (Äpfel) bei. Am Ende wurde der dünn ausgerollte und fettfrei ausgebratene Teig aus Roggen-, Weizen- und Vollkornweizenmehl wie ein Pfannkuchen mit Füllung eingerollt und halbiert. Und das schmeckt? Der zehnjährige Amy Peschek aus der Wilhelm-Busch-Schule kostete und fand den „Rogg’n Roll“ richtig lecker. Wirtschaftslehrerin Christine Haese von der Erich-Mäder-Schule pflichtete ihm bei. Sie will das Rezept sogar im bald eröffneten Schülercafé ausprobieren.

Kamprads Stand war eine von zehn Stationen, die 304 Schüler aus zehn Schulen des Landkreises durchliefen. Auch Bäckerei Strobel, Alte Ziegelei, Kreisbauernverband, Innova Altenburg, Knappschaft, Mühlenwerke Gardschütz und die Bundesagentur für Arbeit nahmen sich die Zeit, vereinzelt sogar die Inhaber höchstpersönlich, um den Heranwachsenden das eigene Handwerk und eine gesunde, zuckerarme Ernährung näher zu bringen. Selbst „gesundes Trinken muss heute absurderweise noch mal gelehrt werden“, so Ernährungsexpertin Sigrun Grahl vom Knappschaft-Stand.

Beim Besuch der Älteren am Nachmittag standen die beruflichen Perspektiven in der Lebensmittelbranche im Fokus. Junge, gute Arbeitskräfte werden zum Beispiel in der Land- und Tierwirtschaft gebraucht, betonte Günter Hochtritt, Mitglied des Kreisbauernverbands Altenburger Land. Daher verteile er Ausbildungsatlanten an potenzielle Interessenten. „Wir suchen immer Lehrlinge mit guter Realschulbildung“, so Hochtritt. Bäckerei-Inhaberin Romy Strobel – ebenfalls zugegen – bildet derzeit drei Lehrlinge aus. Aber Bedarf nach weiteren bestünde dennoch. „Als Praktikanten können sie gern kommen und sich erst einmal ausprobieren“, teilte sie mit.

Von Melanie Steitz

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