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Altenburg: Kreissportbund vor Generationswechsel

Altenburg: Kreissportbund vor Generationswechsel

Das Gesicht des Kreissportbundes (KSB) Altenburger Land wird sich in den nächsten Monaten drastisch verändern. Denn dem größten Dachverband im Kreis steht ein Generationswechsel bevor.

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Die Sportlerwahl - hier der Turn - und Kegelclub Altenburg bei der Sportparty - gehört zu den KSB-Aushängeschildern.

Quelle: Mario Jahn

Als erstes verabschiedet sich der langjährige Geschäftsführer Horst Gerth (63) Ende August in den Ruhestand. Ihn ersetzt zum 1. September Ulf Schnerrer (42), der aber bereits ab 1. Juli eingearbeitet wird. Im Herbst geht dann fast der komplette Vorstand des KSB. Sowohl der Vorsitzende Harald Moritz (74) als auch seine Stellvertreter Ulrich Vogel (64) und Wolfgang Götze (70) sowie Beisitzer Dietmar Nündel (64) beschlossen jüngst, sich auf dem nächsten Kreissporttag am 23. Oktober im Goldenen Pflug nicht zur Wiederwahl zu stellen.

 

Eine große Sache will Gerth aus seinem Abschied allerdings nicht machen. "Das ist etwas ganz Normales", sagt der 63-Jährige auf OVZ-Nachfrage. "Ich laufe ja auch nicht weg, stehe meinem Nachfolger für Einschätzungen und Statistiken zur Verfügung und werde dem Vorstand entsprechend zuarbeiten." Auch den Kreissporttag und den Kreisjugendtag (15. September) werde er mit vorbereiten, obwohl dann Schnerrer schon offiziell übernommen hat. "Ich denke, er kann die Aufgaben für den Sportkreis gut erfüllen", kommentierte Gerth nach 34 Jahren im Sport der Region Altenburg die Wahl seines Nachfolgers. "Dass ich ihm den Job vernünftig übergeben kann, gibt mir ein gutes Gefühl, beruhigt mich und macht mir den Abschied leichter."

 

Auch Schnerrer, der sich gegen sechs Mitbewerber durchsetzte, findet die Übergangszeit sinnvoll. "Selbst wenn man in den Strukturen groß wird, die man einst übernehmen soll, gibt es ja eine Einarbeitungszeit", erklärt der 42-Jährige, der den Job des operativen Leiters der Sportschule Bad Blankenburg in wenigen Tagen gegen den Geschäftsführer-Posten in Altenburg tauscht. "Und ich kenne die Abläufe nicht so." Deshalb seien die zwei Monate gut und wichtig. "Außerdem haben mehrere Leute beim Landessportbund gesagt, Horst Gerth sei eine Institution. Daher kann ich sicher noch etwas von ihm lernen."

 

Das sagt der neue KSB-Geschäftsführer, obwohl er aus 13 Jahren beim Landessportbund in der Sportschule Erfahrungen und Kontakte in Sachen Thüringer Sport mitbringt. "Dennoch wird es eine kleine Umstellung für mich", erklärt Schnerrer. "Denn hier in Bad Blankenburg verwalte ich eine Immobilie und beim KSB wird der Inhaltsanteil deutlich größer." Dieser Umstand war zugleich eine seiner Motivationen für die Bewerbung in Altenburg. "Nach 13 Jahren ist es Zeit für etwas Neues, und diese Aufgabe hat ihren Reiz." Daneben gebe es einen weiteren persönlichen Grund. "Ich wohne nahe der Landesgrenze und wollte nicht mehr jeden Tag 130 Kilometer pendeln." Entsprechend groß war die Freude, als die Zusage kam.

 

Die zahlenmäßig größere Lücke entsteht allerdings durch die Entscheidung des ehrenamtlichen Vorstandes, sich - bis auf Schatzmeister Robert Streu (38) - von der KSB-Spitze zu verabschieden. Die Gründe reichen hier vom Alter bis hin zum Willen, Platz für einen Neuanfang zu machen. "Es ist an der Zeit, dass Jüngere das Ruder übernehmen", sagt der 74-Jährige Harald Moritz, der dem KSB seit über 20 Jahren vorsteht. Seine Mitstreiter sind im Fall von Ulrich Vogel und Wolfgang Götze sogar noch länger dabei.

 

Nach OVZ-Informationen laufen schon seit einigen Wochen Gespräche mit potenziellen Nachfolgern, um den Übergang möglichst reibungslos hinzubekommen. Bereits Ende 2014 war Kreissportjugendkoordinatorin Brigitte Dümmel in Ruhestand gegangen und hatte den Staffelstab an Anja-Maria Leibold übergeben. © Kommentar

Thomas Haegeler

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