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Altenburg Altenburg Modellregion für E-Auto-Projekt der Evangelischen Kirche
Region Altenburg Altenburg Modellregion für E-Auto-Projekt der Evangelischen Kirche
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15:12 07.12.2018
Am Freitag wurden die Elektroautos übergeben – mit Jan Westphal (Geschäftsführer „Horizonte“ gGmbH Altenburg, von links), Dietmar Wiegand (Stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Altenburger Land), Christian Sparsbrod (Pfarrer und Klinikseelsorger des Kirchenkreises Rudolstadt-Saalfeld) und Pfarrer Jens Bechtloff (Pfarrer der Regionalgemeinde Kindelbrück). Quelle: EKM
Altenburg

In mehreren evangelischen Kirchgemeinden in Thüringen werden Pfarrer bald mit Elektro-Autos unterwegs sein – mit Altenburg als Schwerpunkt der Fuhrpark-Umstellung. Das entsprechendes Pilotprojekt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ist am Freitag mit der Übergabe der ersten zwei Autos gestartet.

Zwei weitere sollen noch bis Ende Dezember folgen. Das Thüringer Umweltministerium fördert die wissenschaftliche Begleitung und den Kauf der Fahrzeuge mit etwa 71 000 Euro.

E-Autos und Ladestationen soll es zunächst an vier Standorten geben: an der Brüderkirche in Altenburg, an der Johanneskirche in Saalfeld (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt), in Etzleben (Kyffhäuserkreis) und an der Diakonischen Einrichtung „Horizonte“ in Altenburg, die die Suchtberatungsstelle des Landkreises betreibt. Kirchenkreise in Sachsen-Anhalt und Sachsen könnten bald nachziehen.

„Es ist ein starkes Symbol, wenn die evangelische Kirche parallel zur Weltklimakonferenz emissionsfreie Elektroautos in Betrieb nimmt. Das demonstriert, wie zuverlässig die Stromer im Alltag sind. Elektromobilität ist Klimaschutz -und Klimaschutz ist Bewahrung der Schöpfung“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne).

Darüber hinaus sei das geplante E-Carsharing außerhalb der Dienstzeiten die perfekte Gelegenheit, Elektromobilität einmal selbst auszuprobieren, so Siegesmund.

Das Elektro-Auto in Etzleben soll nicht nur von Pfarrern genutzt werden, sondern auch als „Bürgerauto“ dienen. Laut den Angaben sollen perspektivisch auch die anderen Elektro-Autos in den Kirchgemeinden von Bürgern genutzt werden können. Wie dies im Einzelfall organisiert werden soll, sei noch offen.

Die EKM will einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Nutzung alternativer Verkehrsmittel sei eine Möglichkeit, die Mobilität von Pfarrern in immer größer werdenden Arbeitsbereichen zu gewährleisten und dennoch den Ausstoß von Emissionen zu verringern, erklärte Michael Lehmann, Personaldezernent bei der EKM.

Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben von der Fachhochschule Erfurt, die eine Machbarkeitsstudie ausgearbeitet hatten. Die Verkehrsexperten berechneten unter anderem die Dimension der Ladeinfrastruktur zur Stromproduktion mit erneuerbaren Energien.

Solaranlagen auf Kirchendächern brauchen kreative Lösungen, um dem Denkmalschutz zu entsprechen. Für die Installation der Technik hat die Studie Lösungen und Fördermöglichkeiten aufgezeigt, damit Ladestrom direkt vom Kirchturm zu Speicher und Ladesäule fließen kann.

Von epd

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