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Altenburg Altenburg: Neubau des Tierheims verzögert sich
Region Altenburg Altenburg: Neubau des Tierheims verzögert sich
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22:20 26.03.2015
Katzen muss das Tierheim immer wieder aufnehmen. Quelle: Franziska Kraufmann

Aber als der entsprechende Bauantrag eingereicht wurde, stellte sich heraus, dass das Areal, auf dem der rund 50 Meter lange Flachbau entstehen soll, gar kein ausgewiesenes Bauland ist. "Das hat mich schon überrascht", gesteht die Chefin des derzeit 96 Mitglieder zählenden Vereines, Sibylle Börngen, unumwunden ein.

Nun ist die entsprechende Änderung des Bebauungsplanes von Seiten der Stadt zwar nur ein Verwaltungsakt, bei dem die Tierschützer mit ihrem Vorhaben das Rathaus auch hinter sich wissen. Entsprechend drückt die Stadtverwaltung auch aufs Tempo, und der Stadtrat hat auf seiner jüngsten Sitzung einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss gefasst. Aber wie viel Zeit noch ins Land geht, ehe wirklich der Bauantrag gestellt und genehmigt werden kann, vermag Börngen nicht zu sagen. Auch die Finanzierung des mit rund 300 000 Euro veranschlagten Projektes ist noch unklar. "Wir haben das Vorhaben beim Landesverwaltungsamt zwar schon eingereicht, um Fördermittel zu bekommen. Aber solange Thüringen keinen beschlossenen Haushalt hat, wird sich da nichts tun."

Doch ohnehin sind die Tierschützer ganz vorsichtig und langfristig planende Bauherren. "So ein Vorhaben geht nicht auf einmal, sondern nur Schritt für Schritt. Wir planen konkret sechs", sagt Sibylle Börngen. Der Vorteil bei dem geplanten Flachbau: Jede Komponente kann einzeln errichtet werden und sofort in Betrieb gehen. "Fünf bis zehn Jahre haben wir für die komplette Umsetzung eingeplant, weil wir nicht wissen, wie schnell und in welchen Raten Fördermittel fließen." Auf jeden Fall hofft Börngen, noch in diesem Jahr mit dem Bau des ersten Moduls starten zu können.

Wie nötig so ein neues Hauptgebäude in dem Tierheim mittelfristig ist, belegen Zahlen, die die Vorsitzende in ihrem Bericht auf der Mitgliederversammlung am Mittwochabend verlas. Demnach wurden im Vorjahr im Heim 259 Katzen, 164 Hunde sowie 22 Kleintiere betreut. Damit sei man mehrfach an der Kapazitätsgrenze gewesen.

Vor allem bei den Hunden, deren Zwinger nicht mehr den aktuellen Bestimmungen genügen und langfristig keine Genehmigung mehr erhalten würden. Zudem sind die derzeit genutzten Containerbauten zwar noch geraume Zeit funktionstüchtig, aber sie sind in die Jahre gekommen und Energiefresser.

Jörg Wolf

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